Archiv 2013

DSD am roten Teppich der Bukarester Polit-Prominenz


Zahlreiche Ehrengäste bekundeten beim Festempfang zum Tag der Deutschen Einheit am 3. Oktober ihre Verbundenheit mit ihrer ehemaligen Schule oder dem DSD-Programm.

Großes Politpromi-Aufgebot im historischen Bragadiru-Palast: Werner Hans Lauk, seit Juli neuer Botschafter der Bundesrepublik Deutschland in Bukarest, begrüßte neben dem rumänischen Senatspräsidenten Crin Antonescu und Außenminister Titus Corlățean auch Ministerpräsident Victor Ponta. Neben weiteren Spitzenpolitikern und Diplomaten anderer Staaten flanierten die Exzellenzen auf dem roten Teppich am Stand der Zentralstelle für das Auslandsschulwesen (ZfA) und an weiteren Sprach- und Kulturmittlern vorbei. So mancher blieb für ein kurzes Gespräch stehen, um sich kurz an die eigene Schulzeit am Deutschen Goethe-Kolleg zu erinnern.

Die drei angehenden Abiturientinnen und Abiturienten Vanessa, Maria und Tudor der ältesten deutschsprachigen Schule Bukarests stellten gemeinsam mit dem Kulturweit-Freiwilligen Martin Kreysch und ZfA-Fachberater und Koordinator Dieter Jaeschke das DSD-Programm vor. Die drei Schülerinnen und Schüler des Goethe-Kollegs am ZfA-Stand besuchen die Spezialabteilung, in der seit 1992 die deutsche Hochschulreife erworben werden kann. Der andere Zweig der traditionsreichen Schule führt zum rumänischen Abitur und zum DSD II. „Das DSD II ist für viele unserer jungen Leute der erste Schritt zu einem Studium in Deutschland“, sagte Christiane Cosmatu, Unterstaatssekretärin für die Minderheiten in Rumänien, die seit über 20 Jahren in unterschiedlichen Positionen den Deutschunterricht im Land fördert und begleitet.

Großes Interesse an deutscher Sprache


Ministerpräsident Ponta bedankte sich in seinem Grußwort bei allen „Unternehmen und Institutionen“, die dazu beitragen, dass Deutschland für Rumänien der wichtigste wirtschaftliche Partner sei. Auch die Verflechtungen im Bildungsbereich sind eng, es gibt an rumänischen Universitäten über 70 komplett deutschsprachige Studiengänge, mit 44 DSD-Schulen und drei ZfA-Fachberatern im Land ist das Netz sehr dicht, das Interesse an deutscher Sprache und Kultur außerordentlich groß.

Germanistikprofessor Ioan Gabriel Lazarescu hat als international renommierter Linguist an der Universität Bukarest seine exzellenten Deutschkenntnisse immer wieder unter Beweis gestellt. Dennoch musste er am ZfA-Stand einräumen: „Das DSD II habe ich aber noch nicht abgelegt.“ Und ergänzte mit einem Augenzwinkern: „Aber was nicht ist, kann ja noch kommen.“

Das Deutsche Sprachdiplom (DSD) der Kultusministerkonferenz ist eine gemeinsame Aufgabe von Bund und Ländern. Die Prüfungssätze werden von der ZfA in Köln erstellt. Hier findet auch die Auswertung der Ergebnisse statt. Alle Regularien des DSD werden im Zentralen Ausschuss behandelt. Die Sprachdiplomprüfung ist mehr als eine bloße Sprachfeststellungsprüfung. Sie hat darüber hinaus Auswirkungen auf den Deutschunterricht in vielen Ländern und ermöglicht eine weltweite Vergleichbarkeit der Leistungen, weil sie am Europäischen Referenzrahmen für Sprachen orientiert ist.

Die Zentralstelle für das Auslandsschulwesen (ZfA) des Bundesverwaltungsamtes fördert in Rumänien eine Deutsche Auslandsschule und 44 Sprachdiplomschulen. Sie gehören zu den mehr als 1100 Schulen im Ausland, die von der ZfA im Auftrag des Auswärtigen Amts und unter Mitwirkung der Länder personell, finanziell und pädagogisch betreut werden.

Datum: 07.10.2013
Quelle: Zentralstelle für das Auslandsschulwesen (ZfA)

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