Archiv 2013

Theaterpädagogische Fortbildung in Seoul


Pädagogen aus DSD-Schulen, des Goethe-Institutes und koreanischer Universitäten probierten im September praxisorientiert verschiedene theaterpädagogische Methoden aus.

„Kreative Elemente im Fremdsprachenunterricht“ lautete das Thema eines Seminars für Deutschlehrerinnen und -lehrer in Korea unter Leitung des Theaterpädagogen Heinz-D. Haun. Die Zentralstelle für das Auslandsschulwesen (ZfA) und der Deutsche Akademische Austauschdienst organisierten gemeinsam diese Fortbildung an der Ewha Girls‘ High School in Seoul. „Es war unser Ziel, die Lehrkräfte von verschiedenen Sprachdiplomschulen für ein Theaterprojekt der Partnerschulinitiative des Auswärtigen anzuleiten und dadurch weitere Projekte dieser Art zu ermöglichen“, erläutert Christine Barteczko, ZfA-Fachschaftsberaterin in Korea.

Die zweitägige Lehrerfortbildung stand ganz im Zeichen der methodischen Weiterqualifizierung der teilnehmenden Lehrkräfte. Die Unterrichtenden lernten dabei sehr praxisorientiert verschiedene theaterpädagogische Methoden kennen und wandten sie mit viel Spaß an.

„Verdaustig war’s“


Warm-ups, Rollenspiele, Standbilder, Textproduktion nach Regeln, generatives Schreiben, Anregungen zur Bewegungs- und Typengestaltung, Wort-Spiel-Texte wie etwa „Verdaustig war’s und glasse Wieben rotterten gorkicht im Gemank …“ und viele andere Ideen zur ganzheitlichen und nachhaltigen Vermittlung von sprachlichen Inhalten im DaF-Unterricht lernten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer an den beiden Tagen kennen. Immer wieder wurden die erlernten Methoden auf ihre unterrichtspraktische Umsetzung hin reflektiert.

„Das Seminar ist super gelaufen und ich habe so viele Ideen für einen performativen Unterricht bekommen“, so eine Teilnehmerin. „Für mich ist Herr Haun ein professioneller Theatermacher und auch ein vorbildlicher Pädagoge. Ich wünsche mir, dass es in Zukunft noch weitere Gelegenheiten gäbe, um mich weiter fortbilden zu lassen.“

Das Deutsche Sprachdiplom (DSD) der Kultusministerkonferenz ist eine gemeinsame Aufgabe von Bund und Ländern. Die Prüfungssätze werden von der ZfA in Köln erstellt. Hier findet auch die Auswertung der Ergebnisse statt. Alle Regularien des DSD werden im Zentralen Ausschuss behandelt. Die Sprachdiplomprüfung ist mehr als eine bloße Sprachfeststellungsprüfung. Sie hat darüber hinaus Auswirkungen auf den Deutschunterricht in vielen Ländern und ermöglicht eine weltweite Vergleichbarkeit der Leistungen, weil sie am Europäischen Referenzrahmen für Sprachen orientiert ist.

Datum: 27.09.2013
Quelle: Zentralstelle für das Auslandsschulwesen (ZfA)

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