Archiv 2013

Juniorwahlen an der Deutschen Schule Sofia


„Die Juniorwahl ist ein sehr spannendes und interessantes Erlebnis“, findet Jan. Im Rahmen der Bundestagswahl 2013 nahmen Schülerinnen und Schüler der Deutschen Schule Sofia am Projekt „Juniorwahl 2013“ teil.

Seit 1999 wird das Projekt „Juniorwahl“ vom Verein Kumulus e.V. bundesweit zu allen Europa-, Bundestags- und Landtagswahlen durchgeführt. Mehr als 500.000 Schülerinnen und Schüler nahmen an der „Juniorwahl 2013“ teil. Mit dabei: Schülerinnen und Schüler Deutscher Auslandsschulen, unter anderem der Deutschen Schule Sofia.

In der Woche vor der Bundestagswahl informierten sich die Schülerinnen und Schüler der neunten und zehnten Klasse in einem Workshop zu den Themenbereichen Demokratie, Wahlsystem, Aufbau des Bundestages und zu den Parteien in Deutschland und ihren Wahlprogrammen. Auch der Wahl-o-mat der Bundeszentrale für politische Bildung kam hierbei zum Einsatz. Themen wie beispielsweise die Erhöhung des Spitzensteuersatzes, der Beitritt der Türkei zur EU oder Adoptionsrecht für gleichgeschlechtliche Partnerschaften sorgten für eine lebhafte Diskussion innerhalb der beiden Klassen.

Dem Erwachsensein näher gebracht


Drei Tage vor der Bundestagswahl konnten die Schülerinnen und Schüler nun ihre Stimme für den „Wahlbezirk 300“ in dem die über 40 teilnehmenden Deutschen Auslandschulen registriert waren, abgeben und den feierlichen Wahlakt selbst vollziehen. Das kam bei den Schülerinnen und Schülern gut an. „Die Juniorwahlen wurden zum ersten Mal an unserer Schule durchgeführt. Ich finde es war ein erfolgreiches Ereignis, welches uns ein bisschen näher ans Erwachsensein gebracht hat“, kommentiert Evgeni aus Klasse 10. „Das intensive des geforderten Wissens für die Wahlen war spannend und interessant. Wir haben unser Wissen erweitert oder das vorhandene gestärkt. Das war alles war sehr förderlich und sollte fortgeführt werden.“

Die Juniorwahl versucht, einen Beitrag zur politischen Sozialisation von Jugendlichen zu leisten. Das von der Zentralstelle für das Auslandsschulwesen (ZfA) finanziell unterstützte Projekt möchte Schülerinnen und Schüler an Prozesse der demokratischen Willensbildung heranführen und sie auf eine künftige Partizipation innerhalb eines politischen Systems vorbereiten. „Der fundierte Meinungsbildungsprozess, das Üben, Entscheidungen zu treffen und sich eine eigene Meinung zu bilden, steht dabei im Vordergrund“, heißt es in einer Information zur Juniorwahl. „Wahlbeteiligung wird dabei verstanden als erster - notwendiger - Schritt zu einer umfassenderen politischen Beteiligung. Es geht darum, die Beteiligung junger Menschen in der Demokratie auch über Wahlen hinaus zu steigern, indem durch die Juniorwahl bei der jungen Generation das Interesse am politischen Geschehen gefördert wird.“

Alles ordnungsgemäß durchgeführt

An der Deutschen Schule Sofia begleitete Jan aus Klasse 9 die Aktion als Wahlhelfer: „Besonders als Wahlhelfer versteht man den Aufwand, den eine Wahl verursacht, dennoch macht es Spaß einmal hinter die Kulissen zu schauen.“ Dabei wurde er von Zehntklässler Kaloyan unterstützt, der zufrieden feststellte: „Die Wahl und die Auszählung verliefen normal und problemlos. Alles wurde ordnungsgemäß durchgeführt.“ Auch für Atanas, Klasse 10, steht fest: „Für mich war die Erfahrung an der Juniorwahl äußerst interessant, da ich meine Meinung noch nie in dieser Form ausdrücken durfte.“

Die Deutsche Schule Sofia gehört zu den mehr als 140 Deutschen Auslandsschulen, die von der Zentralstelle für das Auslandsschulwesen (ZfA) des Bundesverwaltungsamtes im Auftrag des Auswärtigen Amts und unter Mitwirkung der Länder personell, finanziell und pädagogisch betreut werden. Die ZfA verstärkt die qualitätsorientierte Schulentwicklung und unterstützt die Gründung neuer Schulen mit deutschem Profil. Sie berät lokale Schulen beim Aufbau des Deutschunterrichts und bei der Einführung deutscher Schulabschlüsse nach internationalen Standards.

Datum: 25.09.2013
Quelle: Zentralstelle für das Auslandsschulwesen (ZfA)
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