Archiv 2013

Französische Schüler treffen Bundespräsident Gauck


Vier Schülerinnen und Schüler der internationalen Deutschen Schule Paris (iDSP) trafen zusammen mit Schulleiterin Astrid Barbeau und Klassenleiterin Martina Holstein den Bundespräsidenten Joachim Gauck.

Im Rahmen eines Empfangs in der Residenz der deutschen Botschafterin am 4. September übergaben die vier Schülerinnen und Schüler der 12. Klasse dem Bundespräsidenten eine Fotografie des historischen Gebäudes der Deutschen Schule Paris. Zudem überreichten sie ihm einen Ausschnitt aus der Schulgeschichte, die den französischen Staatspräsident Charles de Gaulle im Gespräch mit dem ersten Schulleiter der Schule wie folgt zitiert:

„Je suis très heureux de faire votre connaissance, Monsieur le Directeur de cette Ecole Allemande. C'est une institution très importante pour notre rapprochement - Merci!“ (Übersetzt: „Ich bin sehr glücklich, Sie, den Schulleiter dieser Deutschen Schule, kennenzulernen. Sie ist eine wichtige Einrichtung für unsere Annäherung – Danke!“)

„Vive l'amitié franco-allemande!“

Die Schülerinnen und Schüler erklärten den Anlass des Zitats, das bei einem Empfang für den damaligen Bundespräsidenten Lübke 1959 im Elysée-Palast entstanden ist, und erklärten, dass die deutsch-französische Verständigung weiterhin eine wichtige Rolle in der Schule spiele. Auf Wunsch des Bundespräsidenten signierten die Schülerinnen und Schüler, die selbst einen deutsch-französischen Hintergrund haben und mehrsprachig sind, das Blatt und fügten ein überzeugtes „Vive l'amitié franco-allemande!“ hinzu.

Bundespräsident Joachim Gauck erkundigte sich in dem Gespräch mit den Schülerinnen und Schülern nach der Zusammensetzung der Schülerschaft, ihren Sprachen und wünschte den Schülerinnen und Schülern viel Erfolg für die anstehenden Abiturprüfungen. An der iDS Paris legen die vier Schülerinnen und Schüler in diesem Jahr das deutsche und das französische Abitur ab.

Begegnung mit drei Staatsmännern


Dass die sichtlich ergriffenen Schülerinnen und Schüler der iDS am gleichen Abend sogar noch ein Gespräch mit dem ehemaligen französischen Staatspräsidenten Valéry Giscard d'Estaing führen konnten, erfüllte die Gruppe und Schulleiterin Barbeau mit großer Freude: Giscard d'Estaing hatte die Schule im Januar 2013 anlässlich des 50. Jahrestags des Elysée-Vertrags besucht und eine deutsch-französische Rede gehalten. Er erklärte den Schülerinnen und Schülern bei dem Empfang spontan die Geschichte des Palais Beauharnais, der Residenz der deutschen Botschafterin in Paris.

Schulleiterin Astrid Barbeau hatte am Vortag bei einem Staatsbankett im Elysée-Palast den französischen Staatspräsidenten François Hollande kennengelernt. François Hollande erkundigte sich dabei ebenfalls nach der Schule und der Zahl der französischen Schüler, die gegenwärtig etwa zehn Prozent der Schülerschaft ausmachen. Die Begegnungen mit drei Staatsmännern haben die Schulgemeinde nachhaltig beeindruckt: „Bei einer Schülerversammlung, in der die Schülervertreter von ihren Erlebnissen berichteten, hätte man zwischen den über 300 Schülern eine Stecknadel fallen hören!“, schildert Schulleiterin Barbeau.

Die internationale Deutsche Schule Paris gehört zu den mehr als 140 Deutschen Auslandsschulen, die von der Zentralstelle für das Auslandsschulwesen (ZfA) des Bundesverwaltungsamtes im Auftrag des Auswärtigen Amts und unter Mitwirkung der Länder personell, finanziell und pädagogisch betreut werden. Die ZfA verstärkt die qualitätsorientierte Schulentwicklung und unterstützt die Gründung neuer Schulen mit deutschem Profil. Sie berät lokale Schulen beim Aufbau des Deutschunterrichts und bei der Einführung deutscher Schulabschlüsse nach internationalen Standards.
Datum: 13.09.2013
Quelle: Zentralstelle für das Auslandsschulwesen (ZfA)
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