Archiv 2013

PASCH-Camp „Journalismus entdecken“ in Tokyo


Von 12. bis 16. August trafen sich PASCH-Schülerinnen und -Schüler in Tokyo, um unter dem Motto „Journalismus entdecken“ die Arbeit mit unterschiedlichen Medien kennenzulernen.

Es war eine kurze Zeit – und doch haben wir viel auf die Beine gestellt! Vom 12. bis 16. August fanden sich zwanzig Schülerinnen und Schüler mitsamt Begleitung aus Korea, der Mongolei, Taiwan, Hong Kong, China und Japan in Tokyo ein, um zusammen mit vier Referentinnen und Referenten aus Deutschland über ein Thema zu reden, gemeinsam zu diskutieren und zu lernen: Journalismus! Am ersten Tag des PASCH-Camp Journalismus hörten wir vier spannende Vorträge über Podcasts, Radio, TV-Video-Produktionen, gedruckte und Online-Zeitungen und es wurden bereits Teams gebildet. Abgerundet wurde der Tag durch einen Besuch beim japanischen Fernsehsender NHK am Abend, wo wir uns in einem echten Fernsehstudio wiederfanden.

Am darauffolgenden Tag sollten alle Teilnehmerinnen und Teinehmer dann selbst mitten ins journalistische Geschehen einsteigen und anfangen zu recherchieren, kreative Ideen zu sammeln, Interviews zu planen und Aufgaben zu verteilen. Schnell waren dann aber auch alle auf journalistischer Mission in ganz Tokyo verstreut: zum Interview im Goethe-Institut, zum Filmen in Harajuku oder in Shinjuku, um Schnappschüsse zu schießen. Alle waren sehr beschäftigt und vor allem auch sehr fleißig! Am vorletzten Tag hieß es dann arbeiten, arbeiten, arbeiten. Der Podcast wurde zusammengesetzt, die
Kimono-Reportage geschnitten und Interviews aufgeschrieben. Da zweifelte der eine oder die andere schon noch: „Ob wir es auch bis morgen schaffen?“ Zum Glück konnten wir diese Sorgen abends bei einem traditionellen japanischen matsuri (Sommerfest) vergessen und stattdessen das wunderbare Essen und die Atmosphäre des japanischen Sommers genießen.

Doch dann kam schließlich Freitag, der große Tag, und alle fanden sich im Goethe-Institut ein, um den anderen Teams stolz zu präsentieren, was sie in den letzten zwei Tagen erschaffen hatten. Jede Gruppe erntete begeisterten Beifall und alle staunten nicht schlecht über das, was die anderen – aber genauso sie selbst – zustande gebracht hatten. Die Mühe hatte sich gelohnt: Die Print-Gruppe stellte die erste Ausgabe ihrer informativen Tokyoter PASCH-Zeitung vor, die Online-Gruppe beeindruckte mit einer bewegenden Audioslideshow und einem Aufsatz über das Leben in der Großstadt, die
Video-Gruppe ging in ihrer Reportage dem Kimono auf die Spur und die Audio-Gruppe widmete sich in ihrem Podcast dem Leben von Ausländern in der Großstadt Tokyo. Den Schülerinnen und Schülern sah man ihren Stolz an, aber noch stolzer waren die Referentinnen und Referenten angesichts der Leistungen ihrer Schützlinge.

„Alle haben super zusammengearbeitet und sich gegenseitig geholfen, wenn sie etwas auf Deutsch nicht verstanden haben. Es waren tolle Teams!“, sagte Katja Fuchs vom ZDF, die die Video-Gruppe leitete. Bei einem Buffet mit Brezeln, Kartoffelsalat und Leberkäse gab es noch einmal Zeit, miteinander Fotos zu machen und E-Mail-Adressen auszutauschen, bevor es sayounara (Auf Wiedersehen) hieß. Es waren fünf volle, aber schöne und unvergessliche Tage, an denen alle viel über Journalismus, die deutsche Sprache und Japan lernten – und ebenso viel übereinander.

Datum: 02.09.2013
Quelle: Goethe-Institut Tokyo
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