Archiv 2013

Peruanischer Vizeminister besucht Berufsbildungszentrum in Lima


Gemeinsam mit der zuständigen Direktorin für betriebliche Ausbildungen in Peru, besuchte der peruanische Vizemister für Bildung, Fernando Bolaños, das BBZ der Deutschen Schule Alexander von Humboldt in Lima.

Weitere Teilnehmer dieser Veranstaltung im Juli waren Vertreter des Berufsbildungszentrums (BBZ), der Schulleiter der Deutschen Schule Alexander von Humboldt, Eberhard Heinzel, sowie Vertreter der Deutschen Außenhandelskammer in Peru. Auf besonderen Wunsch des Vizeministers nahmen aktuelle und ehemalige Auszubildende teil, um über ihre Einstellung zur dualen Ausbildung zu berichten.

Auf Grundlage deutscher Regelungen werden seit 30 Jahren im Berufsbildungszentrum in Kooperation mit der deutsch-peruanischen Außenhandelskammer Auszubildende in drei kaufmännischen Ausbildungsberufen ausgebildet. Absolventen dieser dualen Ausbildung erhalten sowohl einen deutschen kaufmännischen Berufsabschluss als auch einen entsprechenden peruanischen Titel.

Keine Sorge um Zukunftschancen

„Über Zukunftschancen müssen sich Absolventinnen und Absolventen des BBZ keine Sorgen machen, da sich ihnen die Möglichkeit bietet, sowohl in Peru als auch in Deutschland zu arbeiten oder ein weiterführendes Studium in einem der beiden Länder zu beginnen“, berichtet Olaf Peleikis, Leiter des BBZ Lima. „Die Abgänger des BBZ sind hochqualifizierte und mehrsprachige Experten, die in der Regel eine gut bezahlte Arbeitsstelle finden“.


Ähnlich wie in vielen anderen südamerikanischen Staaten wird seitens der peruanischen Wirtschaft der Mangel an Fachkräften in fast allen Bereichen beklagt. Ein möglicher Ansatz zur Überwindung dieses Fachkräftemangels könnte die Implementierung des dualen Systems nach deutschem Vorbild in Peru sein.

„Fernando Bolaños und Saavedra Paredes zeigten sich sehr interessiert an den konkreten Erfahrungen der derzeitigen und ehemaligen Auszubildenden des BBZ sowie an möglichen Problemen und Chancen einer dualen Ausbildung“, so Peleikis. Als klare Vorteile nannten Auszubildende und Absolventen die Mehrsprachigkeit, die Kombination von Theorie und betrieblicher Praxis, die Ausbildungsvergütung und die Ausbildung „made in Germany“.

Die Rückmeldungen aller Beteiligten der dualen Ausbildung haben die Besucher dahingehend bestätigt, dass eine Implementierung des dualen Systems in Peru vorangetrieben werden sollte. Sowohl die AHK-Auslandshandelskammer als auch das BBZ haben vereinbart in Zukunft eng mit dem Bildungsministerium zusammen zu arbeiten, um diesen Implementierungsprozess konstruktiv voranzutreiben.

Die Deutsche Schule Alexander von Humboldt gehört zu den mehr als 140 Deutschen Auslandsschulen, die von der Zentralstelle für das Auslandsschulwesen (ZfA) des Bundesverwaltungsamtes im Auftrag des Auswärtigen Amts und unter Mitwirkung der Länder personell, finanziell und pädagogisch betreut werden. Die ZfA verstärkt die qualitätsorientierte Schulentwicklung und unterstützt die Gründung neuer Schulen mit deutschem Profil. Sie berät lokale Schulen beim Aufbau des Deutschunterrichts und bei der Einführung deutscher Schulabschlüsse nach internationalen Standards.
Datum: 21.08.2013
Quelle: Zentralstelle für das Auslandsschulwesen (ZfA)
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