Archiv 2013

Staatsministerin Pieper an der Internationalen Deutschen Schule Brüssel


Die Staatsministerin im Auswärtigen Amt, Cornelia Pieper, hat am 9. Juli die Internationale Deutsche Schule Brüssel (iDSB) besucht.

Sie informierte sich über das diesjährige Gewinnerprojekt der von ihr ins Leben gerufenen Exzellenzinitiative „Innovatives Lernen“ und zeigte sich von der Dynamik und dem internationalen Profil der Schule beeindruckt: „Hier wird Europa lebendig!“

Mit ihrem Besuch löste sie ein Versprechen ein, das sie Schulleiter Jürgen Langlet am Rande des Internationalen Bildungsfestes am 6. Juni in Berlin gegeben hatte. Die iDSB wurde dort mit dem Exzellenzpreis für neue Wege in der Bildung ausgezeichnet. Konkret handelt es sich um ein Projekt der Schülerinnen und Schüler der Fachoberschule, das sich um die Vermarktung von Bioprodukten dreht. Die Staatsministerin war begeistert vom Ideenreichtum der Schüler, aber auch von der regionalen Verankerung der Initiative und der Nachhaltigkeit und ökologischen Verträglichkeit des Schülerfirmaprojekts „biobox“. Die Fachoberschule für Wirtschaft und Verwaltung an der iDSB trage gute Früchte, bestätigte Pieper.


Fachoberschulleiterin Rita Haurenherm erläuterte ihre Zukunftsvision von einem Aus- und Aufbau eines dualen Berufsbildungszweigs an der iDSB. Pieper berichtete, dass sie sich mit ihren Kabinettskollegen verständigen werde, um Pilotprojekte an ausgewählten europäischen Auslandsschulen ins Leben zu rufen. Für sie sei dies eine wichtige Initiative, die den begonnenen Reformprozess zur Bekämpfung der Jugendarbeitslosigkeit in einigen Mitgliedstaaten der EU begleiten könne.

Bei einem Rundgang durch das Schulgebäude überraschte die Klasse 6b die Staatsministerin mit einer Aufführung ihres Schultheaterprojektes mit dem Titel „Leo, der Faule – eine politische Fabel“. Darin geht es – so Deutschlehrerin Sylvia Johansson – um die spielerische Vermittlung von Grundwerten wie Demokratie und Gemeinsinn. In der bilingualen Vorschule konnte Cornelia Pieper einen Eindruck von der interkulturellen Kompetenz und der bilingualen Erziehung der iDSB-Kinder gewinnen.

Modellprojekt für die Bundesregierung

Beckmann, Präsident des Deutschen Schulvereins, zollte der Staatsministerin Respekt, da es ihr gelungen sei trotz eines engen Zeitfensters das Auslandsschulgesetz durch alle erforderlichen Instanzen zu bringen. Pieper betonte, dass sich für die Deutschen Auslandsschulen durch das Gesetz die Spielräume des eigenen Handelns erweitern werden.

Schulleiter Langlet präsentierte der Staatministerin den aktuellen Stand des Neubauvorhabens der Schule und betonte, welche Rolle bereits in der Planung Fragen der Energieeffizienz spielten. Auch Pieper zeigte sich überzeugt, dass gerade der Standort Brüssel ein gutes Schaufenster für die Leistungsfähigkeit deutscher Ingenieure sei. Die beim Bau auftretenden Zusatzkosten könnten durch einen wirtschaftlichen Betrieb der Schule mehr als kompensiert werden und die Bundesregierung hätte ein gutes Modellprojekt, an dem sich die Energiewende an einem praktischen Beispiel belegen ließe.

Die Internationale Deutsche Schule Brüssel gehört zu den mehr als 140 Deutschen Auslandsschulen, die von der Zentralstelle für das Auslandsschulwesen (ZfA) des Bundesverwaltungsamtes im Auftrag des Auswärtigen Amts und unter Mitwirkung der Länder personell, finanziell und pädagogisch betreut werden. Die ZfA verstärkt die qualitätsorientierte Schulentwicklung und unterstützt die Gründung neuer Schulen mit deutschem Profil. Sie berät lokale Schulen beim Aufbau des Deutschunterrichts und bei der Einführung deutscher Schulabschlüsse nach internationalen Standards.
Datum: 12.07.2013
Quelle: Zentralstelle für das Auslandsschulwesen (ZfA)
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