Archiv 2013

Auf der Seidenstraße – Theaterreise mit unerwarteten Erlebnissen


Schülerinnen und Schüler der Urgencher PASCH-Schule Nr. 19 besuchten das 2. Lyzeum in Samarkand und erlebten dort eine beeindruckende Theatervorstellung, aber auch ein beunruhigendes Naturschauspiel.

Vom 26. bis 27. Mai organisierte die PASCH-Initiative am Goethe-Institut Taschkent eine Theaterreise für usbekische Schülerinnen und Schülern der Urgencher PASCH-Schule Nr. 19. 18 Schülerinnen und Schüler besuchten mit einer Lehrerin das 2. Lyzeum in Samarkand, das ebenfalls vom Goethe-Institut Taschkent betreut wird, um ihnen ein Theaterstück vorzuführen. Nach einer langen Zugfahrt wurden die Schülerinnen und Schüler von den Lyzeisten auf eine ausgedehnte Stadtbesichtigung eingeladen. „Obwohl ich nach langer Fahrt müde war, fühlte ich mich wie im Märchen und wollte alles weiter ansehen“, sagt etwa Sevinchoj Jonibekova, eine Urgencher Schülerin.


Und ausgerechnet am vielleicht prachtvollsten Bauwerk in Zentralasien, dem Registan, erlebten die Schüler und Lyzeisten ein Schauspiel, das nicht allzuoft stattfindet – ein Erdbeben mit der Stärke 5,8 auf der Richterskala. Für die Urgencher, in deren Region Erbeben nur selten vorkommen, ein beunruhigendes Erlebnis. Dennoch ließen sie es sich nicht nehmen, weiter die Stadt und ihre vielen Sehenwürdigkeiten zu besichtigen. Wegen der Gefahr eines Nachbebens kamen sie erst relativ spät in das Wohnheim des Lyzeums, wo sie untergebracht waren. Trotzdem führten sie am Montag gut ausgeschlafen ihr Theaterstück vor dem Publikum zweier PASCH-Lyzeen auf und ernteten für ihr tolles Stück „Lea? Nein Danke!“, in dem es vor allem um Liebe und Freundschaft von Schülern einer 8. Klasse in Deutschland geht, enormen Applaus. Bevor die Urgencher wieder abreisten, lud das Goethe-Institut noch einmal alle Beteiligten zum Abschluss zum Eisessen ein. Ein rundum gelungenes Projekt, dass nicht nur PASCH-Schüler unterschiedlicher Städte vernetzt, sondern auch die Begeisterung der Teilnehmer für die deutsche Sprache nachhaltig gestärkt hat.

Datum: 24.06.2013
Quelle: Heinar Bernt, Goethe-Institut Taschkent

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