Archiv 2013

Thema Konsum auf der Bühne – Eine Woche harte Theaterarbeit in Potsdam


Schülerinnen und Schüler lieben Theater? Na klar! Aber auf Deutsch? Aber sicher! Hier gibt es Informationen rund um das 3. Internationale Theatertreffen in Potsdam!

Schon zum dritten Mal waren in der Woche vom 3. bis zum 8. Juni 2013 theaterbegeisterte Deutschlerner aus Mittel- und Osteuropa zu Gast in Potsdam. Ziel der Begegnung ist es für die Schülerinnen und Schüler dieser Region, ihre Deutschkenntnisse nicht nur zu verbessern sondern in Alltagssituationen anzuwenden. Darüber hinaus werden die Jugendlichen angeregt, sich intensiv mit einem Thema auseinanderzusetzen. Ihr Interesse an Deutschland wird durch die positiven Erfahrungen vor Ort genuin gestärkt.

Eine Woche lang setzen sie sich in vier Workshops die von den professionellen Theaterpädagogen Birgit Oelschläger, Jens Neumann, Jörg Isermeyer und Armin Beber angeleitet wurden mit dem Thema Konsum auseinander. Die Herangehensweisen und Formate waren so unterschiedlich wie die am Freitag nach nur vier Workshop-Tagen präsentierten Ergebnisse. Da ging es in einer Fernsehtalkshow rund um das Thema Konsumsuchtaffluenza, Taschengeld und Diebstahl. Die Werbepausen wurden durch abgewandelte Werbespots, die während des Tages in Form von Flashmobs in der Potsdamer Tram zum Einsatz gekommen waren, von einer anderen Workshop-Gruppe live eingespielt.


Die Auseinandersetzung mit den Dingen, die bisher noch nicht käuflich sind und den Jugendlichen sehr fehlen, führte vor allem zum Nachdenken über immaterielle Werten. So kamen die Schülerinnen und Schüler auf die Idee eines Wegweisers zur Liebe seines Lebens („GPS zur Liebe“) und zur Frage: „Was brauchen wir wirklich?“ -„Zeit, Freunde, Gesundheit“ Das Stück „Spiel mit dem Müll“ näherte sich dem Thema Konsum von der Abfallseite. Besondere Akzente wurden hier auf die Kurzlebigkeit der Produkte gesetzt und darauf, was sich noch mit dem machen lässt, was am Ende übrig bleibt.

Es war eine intensive Woche, während der neue Freundschaften geschlossen wurden und die Jugendlichen einander vor allem in der gemeinsamen Arbeit näher kamen. Besonderer Dank gilt den Familien der Montessori-Oberschule Potsdam, die die osteuropäischen Gäste so warmherzig aufgenommen haben!

Datum: 08.06.2013
Quelle: Sophie Engel, Goethe-Institut Prag

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