Archiv 2013

Jugend forscht: Hattrick für das Galabov-Gymnasium


Zum dritten Mal in Folge wurde der „Jugend forscht“-Schulpreis an das Galabov-Gymnasium Sofia verliehen. Auch die Deutsche Schule Sevilla konnte sich über einen Preis freuen.

Mit dem „Jugend forscht“-Schulpreis würdigt die Stiftung Jugend forscht e. V. das besondere Engagement von teilnehmenden Schulen. Wettbewerbsleiter und Jury bewerteten dabei neben der Anzahl vor allem die Qualität der eingereichten Forschungsprojekte. Beurteilt wurden zudem auch die besondere Förderkultur von Schulen im naturwissenschaftlich-technischen Bereich und der Stellenwert, den der Wettbewerb Jugend forscht dort einnimmt. Ein langjähriges Engagement war ebenso preiswürdig wie ein besonders erfolgreicher Neueinstieg einer Schule in den Wettbewerb. Der „Jugend forscht“-Schulpreis wurde im Februar 2013 bei allen Regionalwettbewerben der 48. Wettbewerbsrunde je einmal verliehen, Mitte Juni fand die offizielle Preisverleihung in Frankfurt am Main statt.

„Zum dritten Mal in Folge hat das Galabov-Gymnasium als überaus engagierte MINT-Schule auch in diesem Jahr unter besonders schwierigen Teilnahmebedingungen – alle teilnehmenden Schüler bewältigten die Anforderungen in einer für sie neuen Zielsprache Deutsch und unter hohem persönlichem finanziellen Aufwand - erneut die meisten Projekte aller hier teilnehmenden Schulen eingereicht“, lobte Andrea Unterbirker, „Jugend forscht“-Wettbewerbsleiterin Köln-Bonn. Für die Deutsche Schule Sevilla nahm Schulleiterin Matilde Duque Reina den Preis entgegen.

Rolf Kruczinna, Leiter der Deutschen Abteilung des Galabov-Gymnasiums, hob die intensive und nachhaltige Aufbau- und Förderarbeit der Deutschen Abteilung im naturwissenschaftlichen Bereich hervor: „Sie ermöglicht es hochmotivierten Schülern auch in Zukunft, wichtige Erfahrungen auf ihrem Weg in ein Studium an einer deutschen Universität zu sammeln. Dabei nutzen wir die Synergien der naturwissenschaftlichen Abiturfächer, die für viele Schüler auch wichtige Bausteine für ihren späteren Berufs- und Lebensweg sind, sei es im Medizin- oder Ingenieurstudium.“

Wettbewerbsteilnahme: Gewinn für die Zukunft

Als im Festsaal der Deutschen Botschaft Sofia vor kurzem die Galabov-Abiturienten durch die Hand des stellvertretenden Deutschen Botschafters Reinhard Krapp ihre Abiturzeugnisse erhielten, wurde deutlich, dass von den 49 Abiturienten allein 19 in den letzten drei Jahren an einem „Jugend forscht“-Wettbewerb teilgenommen hatten. „Das ist ein nicht hoch genug einzuschätzender Gewinn für die Zukunft dieser Absolventen, die nun mit hervorragendem Rüstzeug ihr Studium an deutschen Universitäten aufnehmen und später für jedes Unternehmen sehr attraktive Mitarbeiter sind“, freut sich Kruczinna.


Eine Teilnahme bei „Jugend forscht“ wirkt sich nicht nur durch das selbstständige Bearbeiten von Problemen, das Schreiben einer wissenschaftlichen Arbeit und die Präsentationskompetenz in der Zielsprache Deutsch aus. Darüber hinaus kann eine Teilnahme Impulse bewirken, die eigene Zukunft zu planen. Dies zeigt die Rückmeldung von Ekaterina Latinova, einer Zehntklässlerin, die mit ihrer Projektarbeit den 2. Preis im Fachbereich Biologie erreichte: „Biotechnologien und Innovationen in diesem Wissensbereich haben immer meine Neugierde geweckt. Ich habe mich entschieden, eine mikrobiologische Arbeit über die fungizide Wirkung von Silber-Nanopartikeln vorzubereiten. In diesem Sinne war Jugend forscht für mich der erste wichtige Einstieg ins wissenschaftliche Leben.“

Studium in Deutschland

Auch für ihre Studienplanung hat Jugend forscht der Schülerin Impulse gegeben: „Mein Interesse an Biologie und Naturwissenschaften möchte ich in Zukunft mit modernen Spitzentechnologien kombinieren. Ich möchte später in Heidelberg Medizin studieren und danach mechanische Gelenke und Körperteile konstruieren. Um die Vorgänge im menschlichen Organismus schon jetzt besser verstehen zu können, möchte ich mich auch schon jetzt mit verschiedenen wissenschaftlichen Themen beschäftigen und sie ausarbeiten. So kann ich besser vorbereitet ins Medizinstudium gehen. Für all dies hat meine Teilnahme am Wettbewerb Jugend forscht als Antrieb gedient.“

Die Deutsche Abteilung des Galabov-Gymnasiums Sofia und die Deutsche Schule Sevilla gehören zu den insgesamt über 1000 Schulen, die von der Zentralstelle für das Auslandsschulwesen (ZfA) des Bundesverwaltungsamtes im Auftrag des Auswärtigen Amts und unter Mitwirkung der Länder personell, finanziell und pädagogisch betreut werden. Die ZfA verstärkt die qualitätsorientierte Schulentwicklung und unterstützt die Gründung neuer Schulen mit deutschem Profil. Sie berät lokale Schulen beim Aufbau des Deutschunterrichts und bei der Einführung deutscher Schulabschlüsse nach internationalen Standards.

Datum: 25.06.2013
Quelle: Zentralstelle für das Auslandsschulwesen (ZfA)
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