Archiv 2013

Eurocampus in Taipei feiert Elysée-Vertrag


Jedes Jahr feiert die Taipei European School den Europatag am 5. Mai. In diesem Jahr stand das Jubiläum „50 Jahre Elysée-Vertrag“ im Zentrum der Veranstaltungen.

Die Veranstaltungen wurden federführend von der deutschen und der französischen Sektion der Eurocampus-Schule ausgerichtet. „Ziel der Veranstaltungen der deutschen und der französischen Schule war es, die Bedeutung des Elysée-Vertrages für die Entwicklung in Europa allen Mitgliedern der Schulgemeinde im Beisein der Vertreter des diplomatischen Corps und der Regierung des Gastlandes nahe zu bringen“, erläutert Emmanuel Fritzen, Schulleiter der Deutschen Schule.

Am Primarcampus fand im Amphitheater eine Versammlung aller 400 Grundschülerinnen und Schüler der drei Sektionen statt: Zwei Schüler der französischen Sektion trugen eine Präsentation zur Geschichte vor, zwei Schüler der deutschen Sektion veranstalteten ein Quiz zur deutsch-französischen Beziehung und zum Elysée-Vertrag und zwei Schüler der britischen Sektion stellten die Bedeutung der deutsch-französischen Freundschaft für die Entwicklung der Europäischen Gemeinschaft dar. Gemeinsam sangen die Schüler die „Ode an die Freude“ in allen drei Sprachen.

1000 Friedenstauben

Anschließend fand eine Vernissage mit einer Installation aus 1000 Friedenstauben stand. In einem gemeinsamen Kunstprojekt hatten alle Schüler der drei Schulen Tauben gebastelt, auf deren Schwingen Passagen aus dem Elysée-Vertrag stehen. Im Atrium der Schule enthüllten die Leiter der deutschen und der französischen Auslandsvertretung das Kunstwerk „Amitié – Freundschaft – Friendship“ des Künstlers Uwe Mertsch.


Im Zentrum der Festveranstaltung am Sekundarcampus stand ein deutsch-französisches Rollenspiel, das in gemeinsamen Geschichtsstunden entstanden war. „Die Schüler haben die Geschichte der Kriege zwischen Deutschland und Frankreich aufgearbeitet und die Unterzeichnung und Bedeutung des Elysée-Vertrages in humorvoller Weise als unvergessliche Geschichtsstunde für ihre 600 Mitschüler und die etwa 70 geladenen Gästen vorgetragen“, so Fritzen.

Die Leiter der deutschen und der französischen Auslandsvertretung schilderten in ihren Reden unter anderem ihre persönlichen Erfahrungen mit der gelebten Freundschaft zwischen den beiden Ländern. Auch der Vorsitzende des Stiftungsrates der Taipei European School Foundation Dr. C. V. Chen würdigte den Elysée-Vertrag in seiner Ansprache. Anlässlich der Zeremonien wurde am Sekundarcampus auch die offizielle zweisprachige Ausstellung „De Gaulle-Adenauer“ der Fondation Charles De Gaulle feierlich eröffnet, die durch eine englische Übersetzung ergänzt wurde.

Die Taipei European School gehört zu den mehr als 140 Deutschen Auslandsschulen, die von der Zentralstelle für das Auslandsschulwesen (ZfA) des Bundesverwaltungsamtes im Auftrag des Auswärtigen Amts und unter Mitwirkung der Länder personell, finanziell und pädagogisch betreut werden. Die ZfA verstärkt die qualitätsorientierte Schulentwicklung und unterstützt die Gründung neuer Schulen mit deutschem Profil. Sie berät lokale Schulen beim Aufbau des Deutschunterrichts und bei der Einführung deutscher Schulabschlüsse nach internationalen Standards.

Datum: 28.05.2013
Quelle: Zentralstelle für das Auslandsschulwesen (ZfA)
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