Archiv 2013

Hessen stellt Lehrer für die deutsche Berufsschule in Madrid zur Verfügung


Im Rahmen einer Kooperationsvereinbarung stellt das Land Hessen Lehrerstellen zur Verfügung. Spanien soll damit bei der Bekämpfung der Jugendarbeitslosigkeit unterstützt werden.

Christoph Weissbach, der ab September 2013 an der Asociación Hispano-Alemana de Enseñanzas Técnicas (ASET) unterrichten wird, begleitete die Delegation des Hessischen Wirtschaftsministers Florian Rentsch nach Madrid und wurde am 13. Mai offiziell an der ASET begrüßt.

Die ASET Madrid ist eine anerkannte deutsche Auslandsberufsschule, die seit 30 Jahren zusammen mit der Deutschen Auslandshandelskammer und in Spanien ansässigen multinationalen Unternehmen eine deutsche duale Ausbildung zum Industriekaufmann/-frau oder Kaufmann/-frau für Logistik- und Speditionsdienstleistungen anbietet. Ab Herbst wird – genau wir bisher an der ASET Barcelona – auch an der ASET Madrid ein spanischsprachiger Zweig angeboten, wo Schüler eine duale kaufmännische Ausbildung durchlaufen und gleichzeitig am Ende des 2. Ausbildungsjahres das Deutsche Sprachdiplom der Kultusministerkonferenz Stufe 1 absolvieren.

Impuls für eine duale Ausbildung

„Als Land wollen wir die Kooperationsvereinbarung mit der Autonomen Gemeinschaft Madrid in beide Richtungen leben. Wir freuen uns über spanische Jugendliche, die ihre Ausbildung bei uns in Hessen absolvieren möchten. Im Gegenzug ist es uns wichtig, mit Know-how und Erfahrung die Ausbildung in Spanien zu unterstützen und einen Impuls für eine duale Ausbildung in Madrid zu geben, die es außer an den ASET-Schulen in Spanien so nicht gibt“, so Rentsch und die hessische Kultusministerin Nicola Beer in der Pressemitteilung des Hessischen Ministeriums für Wirtschaft, Verkehr und Landesentwicklung.


Berufsschullehrer Christoph Weissbach wird nun für drei Jahre als Lehrer an der ASET Madrid unterrichen: „Ich freue mich darauf, in Spanien meine langjährigen Erfahrungen in der schulischen Berufsausbildung einzubringen. So kann ich die Kolleginnen und Kollegen dabei unterstützen, die duale Berufsausbildung in Madrid voranzubringen.“

Susanne Gierth, Direktorin der ASET Madrid, freut sich über die zusätzliche Lehrerstelle aus Hessen: „Unsere Ausbildungsarbeit leistet einen äußerst positiven Beitrag für die Gewinnung qualifizierter Fachkräfte. Didaktisch und methodisch kompetente Lehrkräfte, die nach deutschen Standards unterrichten, sind dabei mitentscheidend für die erfolgreiche Ausbildung solcher Nachwuchskräfte.“


Um der Jugendarbeitslosigkeit in Spanien entgegenzuwirken und gleichzeitig den Fachkräftemangel in Deutschland zu beheben, haben Arbeitsministerin Ursula von der Leyen und ihre spanische Kollegin Fátima Báñez eine gemeinsame Absichtserklärung unterschrieben, bei der es einen intensiven Erfahrungs- und Meinungsaustauch geben soll. Von der Leyen warb in Madrid mit den Vorteilen des dualen Ausbildungssystems in Deutschland: „Die Betriebe sind in der Lage den Ausbildungsplatz zur Verfügung zu stellen, der auch Zukunft hat, und diejenigen Techniken den jungen Menschen nahe zu bringen, die nachhaltig sind“. Auch hier übernehmen die beiden deutschen Berufsschulen Madrid und Barcelona Mitverantwortung und leisten ihren Beitrag.

Die ASET Madrid und die ASET Barcelona gehören zu den mehr als 140 Deutschen Auslandsschulen, die von der Zentralstelle für das Auslandsschulwesen (ZfA) des Bundesverwaltungsamtes im Auftrag des Auswärtigen Amts und unter Mitwirkung der Länder personell, finanziell und pädagogisch betreut werden. Die ZfA verstärkt die qualitätsorientierte Schulentwicklung und unterstützt die Gründung neuer Schulen mit deutschem Profil. Sie berät lokale Schulen beim Aufbau des Deutschunterrichts und bei der Einführung deutscher Schulabschlüsse nach internationalen Standards. Zurzeit werden 12 Schulen mit berufsbildenden Zweigen gefördert.

Datum: 23.05.2013
Quelle: Zentralstelle für das Auslandsschulwesen
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