Archiv 2013

PASCH-Informationstag in Kamerun


Zwei der fünf kamerunischen PASCH-Schulen sind in Douala, der wirtschaftlichen Hauptstadt Kameruns. Am 9. März fand dort ein Informationstag statt, um abiturnahe Schülerinnen und Schüler und deren Eltern über ein Studium in Deutschland zu informieren. .

Über 350 Personen folgten der Einladung des DAAD-Informationszentrums Yaoundé. Der Informationstag bestand aus zwei Hauptveranstaltungen mit einem ganztägigen Informationsangebot an einem Stand.

Hohe Erwartungen an Deutschland: ein sehr beliebtes Land

Zur Eröffnung waren über 250 Eltern sowie Schülerinnen und Schüler erschienen. Die Anwesenden konnten ihre Wünsche und Erwartungen äußern. Sie würdigten Deutschland als Industrie- und Forschungsstandort und begrüßten die Organisation des Informationstages. Dieser letzte Aspekt wurde sehr betont, zumal es in Douala viele Initiativen gibt, ein Studium im Ausland zu fördern. Die Vermittlung kompetenter Informationen ist daher besonders wichtig.

Impulsreferat und Erfahrungsaustauch

Als Vertreter des DAAD-Informationszentrums Yaoundé hielt Brice Chuepo einen Vortrag über die Studienlandschaft Deutschlands. Er hob die hohe Anzahl an kamerunischen Studierenden sowie Absolventinnen und Absolventen und ihr starkes soziales Engagement in Deutschland hervor, auch Vorurteile über Deutschland und die deutsche Sprache kamen zur Sprache. Dazu gab es Tipps, wie sich die aktuellen PASCH-Schülerinnen und -Schüler optimal auf einen Studienaufenthalt in Deutschland vorbereiten können: zum Beispiel durch die Nutzung der in den PASCH-Schulen vorhandenen Infrastruktur zum Deutschlernen und dem ständigen Kontakt mit dem Goethe-Institut und dem DAAD-Informationszentrum.


Anschließend kam der in Berlin ausgebildete Informatiker Aron Nsang zu Wort, um über seine eigenen Erfahrungen mit und in Deutschland zu berichten. Der 2005 nach Kamerun zurückgekehrte Ingenieur stellte die Herausforderungen dar, mit denen er als internationaler Student jeden Tag in Deutschland „ringen“ musste. Er nannte Disziplin und Selbstverantwortung als Schlüsselbegriffe. Der zweite anwesende Alumnus hat sein persönliches Verhältnis zu Deutschland aus unterschiedlichen Perspektiven präsentiert. Als Student, als Angestellter und jetzt seit über einem Jahr als Selbständiger und Gründer einer Firma, die ihren Sitz in Yaoundé hat. Er nannte auch Gründe, weshalb er seine Kinder ebenfalls nach Deutschland zum Studium schicken würde.

Formelle und informelle Austauschrunde

Am Ende der Vortragsphase hatten die Eltern und Schülerinnen und Schüler die Möglichkeit, Fragen zu stellen. Die Fragen der Eltern bezogen sich auf unterschiedliche Bereiche der Vorbereitung eines Studienaufenthalts in Deutschland wie Studienplatzsuche, Studiengänge, Finanzierungs- und Unterkunftsmöglichkeiten und Stipendienangebote.


Bedauert wurde, dass die sprachlichen Stipendienvoraussetzungen für kamerunische PASCH-Schülerinnen und -schüler fast nicht erreichbar sind, weil die meisten kein Niveau B2 vor dem Abitur erreichen können. Der Wunsch der Eltern ist, dass ihre Kinder als PASCH-Schüler den Zugang zu PASCH-Stipendien bekommen. Ein weiterer Wunsch der Eltern war eine besondere Betreuung ihrer Kinder beim Visumsverfahren durch die Deutsche Botschaft. Die Schülerinnen und Schüler waren vor allem an dem sozialen Leben in Deutschland interessiert.

Datum: 07.05.2013
Quelle: DAAD IC Yaoundé

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