Archiv 2013

Deutsches Sportabzeichen an der German International School of Silicon Valley


Fitness gefragt: Mit kleinen Schwierigkeiten und großen Erlebnissen hat die German International School of Silicon Valley (GISSV) das Deutsche Sportabzeichen abgenommen.

Stefan Haid, Sportlehrer an der GISSV, organisiert seit drei Jahren das Deutsche Sportabzeichen an der GISSV. Die diesjährige Abnahme des von den Schülern begehrten Abzeichens stellte nach einer umfassenden Reform durch den Deutschen Sportbund jedoch ein besonderes Ereignis dar. Denn Mitmachen konnten bereits Sechsjährige und zu gewinnen gab es Gold, Silber oder Bronze.

Nach der Lösung einiger logistischer Schwierigkeiten wie beispielsweise der Frage, wie viele Bahnen die Schüler eigentlich im 25-Yard Becken schwimmen, damit die vorgegebene 200m Zeit richtig gestoppt wird, und wie sich im Reisekoffer am besten die 80g Schlagbälle in die USA einführen lassen, konnte es losgehen.

Am 1. März begaben sich die Schülerinnen und Schüler der GISSV an die Wurf-, Sprint-, und Sprungstationen einer öffentlichen Highschool, die die GISSV für den Tag des Sportabzeichens nutzen durfte, um das begehrte Abzeichen zu erwerben. Anschließend wurden die Ergebnisse zum Deutschen Olympischen Sportbund (DOSB) nach Frankfurt geschickt, um dann rechtzeitig zu den Zeugnissen im Sommer das Sportabzeichen überreichen zu können. „Das Sportabzeichen ist fester Bestandteil des Sportcurriculums der GISSV“, beschreibt Haid die Bedeutung des Sportabzeichens an der Deutschen Auslandsschule. Das Abzeichen stelle auch eine Bindung im Sport zum „Heimatland“ dar.

Seit 100 Jahren Nachweis für Fitness

Dort hat sich zwischenzeitlich beim Deutschen Sportabzeichen einiges getan: „100 Jahre sind eine lange Zeit, die auch am Sportabzeichen nicht spurlos vorübergegangen ist“, sagt Bernd Laugsch, im DOSB verantwortlich für den Sportorden. Die Gründe für die am 1. Januar in Kraft getretene Reform sind vielfältig. Von entscheidender Bedeutung war aber, dass der Leistungskatalog in den vergangenen Jahrzehnten seine klare Struktur und die sportwissenschaftliche Nachvollziehbarkeit ebenso verloren hatte, wie sein eindeutiges Markenprofil als Leistungsabzeichen im Breitensport.


„Das Ergebnis“, so Laugsch, „kann sich durchaus sehen lassen.“ Ziel war es dabei, den traditionellen Kern des Sportabzeichens zu erhalten und die Leistungsanforderungen einer wissenschaftlichen Überprüfung zu unterziehen, an der die Technische Universität München aktiv mitgewirkt hat. Herausgekommen ist ein Katalog, der sich an den vier motorischen Grundfähigkeiten Ausdauer, Kraft, Schnelligkeit und Koordination orientiert. Diese werden mittels Einzeldisziplinen aus den Sportarten Leichtathletik, Radfahren Schwimmen, und Turnen überprüft. Neu ist auch die Einführung der drei Leistungsstufen Bronze, Silber und Gold. „Wir erhoffen uns von dieser Neuerung ein wachsendes Interesse gerade bei den Zielgruppen, die wir bisher mit dem Sportabzeichen nicht erreicht haben“, betont Laugsch. „Unabhängig von allen Veränderungen: Das Deutsche Sportabzeichen ist und bleibt der Nachweis überdurchschnittlicher und vielseitiger körperlicher Fitness.“

Nachahmung empfohlen

DOSB und GISSV haben gute Erfahrungen mit der Abnahme des überarbeiteten Deutschen Sportabzeichens gemacht. Fazit von Sportlehrer Haid: „Wir empfehlen die Nachahmung an weiteren Deutschen Auslandsschulen!“.

Die German International School of Silicon Valley (GISSV) gehört zu den mehr als 140 Deutschen Auslandsschulen, die von der Zentralstelle für das Auslandsschulwesen (ZfA) des Bundesverwaltungsamtes im Auftrag des Auswärtigen Amts und unter Mitwirkung der Länder personell, finanziell und pädagogisch betreut werden. Die ZfA verstärkt die qualitätsorientierte Schulentwicklung und unterstützt die Gründung neuer Schulen mit deutschem Profil. Sie berät lokale Schulen beim Aufbau des Deutschunterrichts und bei der Einführung deutscher Schulabschlüsse nach internationalen Standards.

Datum: 14.03.2013
Quelle: Zentralstelle für das Auslandsschulwesen (ZfA)

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