Archiv 2013

Deutsche Schule Seoul begleitet Special Olympics-Athleten


Der Höhepunkt eines Projekts voll sozialer Empathie: Am 28. Februar fuhren 40 Schülerinnen und Schüler der Deutschen Schule Seoul International nach Südkorea zu den Special Olympics Weltwinterspielen.

An der seit 1968 stattfindenden Veranstaltung Special Olympics können nicht nur Top-Athleten sondern jeder mit einer geistigen Behinderung teilnehmen. Vom 29. Januar bis zum 5. Februar trafen sich über 3000 Sportler und Trainer aus 106 Ländern zu den 10. Spielen und der bisher größten Wintersportveranstaltung in Korea.

„Als Fans konnten unsere Schüler nun endlich ihre Sportler anfeuern. Es wurde geplaudert, gelacht und Freundschaftsbänder sowie Anstecker ausgetauscht. Anschließend ging es zur 'Global Youth Rally' im Alpensia Resort. Während der zweistündigen Veranstaltung mit über 1000 jungen Menschen standen die Themen der gegenseitigen Toleranz und Akzeptanz im Vordergrund“, resümiert Lehrer Christian Rahnidt die Veranstaltung, auf die unter dem Motto „Together We Can“ seit Juni 2012 an der Deutschen Schule Seoul International hingearbeitet wird. Dahinter verbirgt sich ein ereignisreiches Projekt, bei dem sich Schüler, Eltern und Lehrer kreativ und solidarisch für ganz besondere Menschen im Rahmen der Special Olympics Weltwinterspiele 2013 in Pyeongchang einsetzten.

Botschaft von Hoffnung und Toleranz

Für die Deutsche Schule International bot sich mit dem Besuch der Athletin Loretta Claiborne bereits im Sommer 2012 eine ganz besondere Auftaktveranstaltung. Claiborne, die offizielle Sprecherin der Special Olympics und Ausnahmeathletin, trug die Botschaft von Hoffnung und Toleranz nachhaltig in die Herzen der Kinder und inspirierte sie zu weiteren Engagement.


Nach den Sommerferien ging es dann in die „heiße Phase“ des Projektes. In einem weiteren Treffen aus Vertretern der Special Olympics, Eltern, Schülern und Lehrern wurden Strategien verfeinert. Klassen- und Fachlehrer trugen die Botschaft in ihren Unterricht. Der Erlös aus dem traditionellen Weihnachtsmarkt der Schule kam den Special Olympics Korea zugute. Eine eigens eingerichtete Arbeitsgemeinschaft sowie einige Schulklassen skypten und mailten mit den Athleten aus Deutschland, designten T-Shirts und Banner für die Spiele in Pyeongchang und informierten sich gegenseitig über den Verlauf des Projekts. Es wurden auch kleine Filme gedreht und Geschenke für die Ankunft der Athleten in Korea gebastelt.

Am 26. Januar war es endlich so weit. Ein Willkommensteam der Schule begrüßte die deutschen, österreichischen und Schweizer Delegationen nach ihrem langen Flug. Einige Schüler führten mit den Athleten Interviews und tauschten Geschenke aus.

Soziale Werte über Landesgrenzen hinaus

Auch Schulleiterin Monika Schmidt ist zufrieden: „Rückblickend war das Projekt ein großer Erfolg. Die Teilnahme an den Special Olympics zeigte unseren Kindern und Jugendlichen die Bedeutung von sozialer Empathie und lehrte sie, dass es soziale Werte gibt, die über alle Landesgrenzen hinausgehen und alle Menschen verbinden“.


Die Deutsche Schule Seoul International gehört zu den mehr als 140 Deutschen Auslandsschulen, die von der Zentralstelle für das Auslandsschulwesen (ZfA) des Bundesverwaltungsamtes im Auftrag des Auswärtigen Amts und unter Mitwirkung der Länder personell, finanziell und pädagogisch betreut werden. Die ZfA verstärkt die qualitätsorientierte Schulentwicklung und unterstützt die Gründung neuer Schulen mit deutschem Profil. Sie berät lokale Schulen beim Aufbau des Deutschunterrichts und bei der Einführung deutscher Schulabschlüsse nach internationalen Standards.

Datum: 14.03.2013
Quelle: Zentralstelle für das Auslandsschulwesen (ZfA)

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