Archiv 2013

Ein Lesekonzert zur Donau: „Nur ein Fluss, der durch ganz Europa fließt?“


16 Schülerinnen und Schüler aus Bulgarien, Deutschland, Kroatien, Rumänien, Serbien, der Slowakei und Ungarn präsentierten am 25. Januar in Sofia/Bulgarien das Wortmusik-Programm „Donau.Sound.Prosa“.

Anwesend in der Aula der 35. Schule „Dobri Voynikov“ waren u.a. Matthias Dehner, Kultur- und Pressereferent der Deutschen Botschaft Sofia, Anna Arsenieva, Hauptexpertin für Deutsch im bulgarischen Ministerium für Bildung, Jugend und Wissenschaft, Christina Höpfner, die Ehefrau des deutschen Botschafters in Sofia, sowie Schülerinnen und Schüler der 73. Schule Sofia „Vladislav Gramatik“.

Das Programm ist das Ergebnis der Werkstatt „Musik & Rezitation“. Es war im Rahmen des Projekts „Donau verbindet“ der vom Auswärtigen Amt initiierten Partnerschulinitiative (PASCH) an verschiedenen Standorten entlang der Donau erarbeitet worden. Teilnehmen konnten Schülerinnen und Schüler an von der Zentralstelle für das Auslandsschulwesen (ZfA) und dem Goethe-Institut geförderten Schulen in den Donauanrainerstaaten. ZfA-Fachberater Michael Habenbacher leitet das Gesamtprojekt „Donau verbindet“.

„Die Kulturtechniker“ Ralf Werner (Gesamtleitung, Komposition, Cello) und Martin M. Hahnemann (Schauspiel und Sprechtraining) entwickelten das Programm gemeinsam mit den Jugendlichen und vertonten dazu ausgewählte, von den Schülern für den Schreibwettbewerb „Die Donau. Ein Fluss, der alles gesehen hat.“ verfasste Texte.

„Durch die Texte der Schülerinnen und Schüler spricht die Donau selbst zum Publikum, erzählt von ihrer bewegten und bewegenden Geschichte. Es sind Geschichten von Menschen und Natur, von Vergangenem und Gegenwärtigem, Geschichten von Umweltkatastrophen, kriegerischen Auseinandersetzungen, aber auch von Liebe und Hoffnung“, erläutert Franziska Houben, die als Freiwillige an der 73. Schule in Sofia arbeitet, die Inhalte des Projekts.

Botschafter zwischen den Völkern, Staaten und Kulturen Europas

Musikalisch untermalt wurden die Texte mit verschiedensten Percussion-, Streich- und Saiteninstrumenten, um so klanglich fließende Übergänge zwischen Musikstücken, Texten und Gesängen zu schaffen. „Den Zuhörern wird der europäische Strom so nahe gebracht, dass man die Vögel in den Ästen über dem Wasser zwitschern und die Donau selbst fließen hören kann“, beschreibt Habenbacher den Effekt von „Donau.Sound.Prosa“.

Das gesamte Programm wurde während und nach dem Konzert von Prof. Adrian Georgiev von der Universität Sofia aufgenommen. Die CD-Aufnahme wird mit einer Auflage von 1.000 Stück vervielfältigt und unter anderem an die Schulen im Donauraum verteilt, sodass das Gesamtkonzept „Donau.Sound.Prosa“ mit seinen Rezitationen und Klängen im Deutschunterricht und darüber hinaus genutzt werden kann. Schließlich ist die Donau „ein Botschafter zwischen den Völkern, Staaten und Kulturen Europas. Viel mehr als nur ein Fluss“, wie ein Schüler im Schreibwettbewerb die Donau umschreibt.

Datum: 05.02.2012
Quelle: Zentralstelle für das Auslandsschulwesen (ZfA)
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