Archiv 2012

Moderatoren für Unterrichtsentwicklung fortgebildet


18 Lehrkräfte Deutscher Auslandsschulen auf der Iberischen Halbinsel haben ein Regionales Fortbildungsprogramm (ReFo) der Zentralstelle für das Auslandsschulwesen (ZfA) absolviert.

Ihr Ziel: sich als Experten bzw. Expertinnen für Unterrichtsentwicklung zu qualifizieren. In insgesamt 120 Fortbildungsstunden in fünf Modulen wurden die Lehrerinnen und Lehrer, überwiegend Ortslehrkräfte, über einen Zeitraum von eineinhalb Jahren von drei Trainern als Moderatoren für Unterrichtsentwicklung fortgebildet. Ralf Dietl, von der ZfA eingesetzter Prozessbegleiter für die Iberische Halbinsel, war als Leiter der Veranstaltungsreihe und als Experte für das pädagogische Qualitätsmanagement beteiligt. Gemeinsam mit der Prozessbegleiterin aus Brüssel, Petra Madelung, entwickelte er das Fortbildungskonzept für ReFo-Regionen in Westeuropa und setzte es um.

Behandelt wurden vor allem Themen aus dem Projektmanagement, der Trias der Schulentwicklung, der Leitung von Fortbildungsgruppen und der Beratung. Zwischen den Präsenzveranstaltungen standen eigene Unterrichts- und Fortbildungserfahrungen der Lehrkräfte, die gemeinsam auf einer Internetplattform kommuniziert und reflektiert wurden. „Mit dieser fachlichen Zusatzqualifikation befähigen wir die Pädagogen, kompetenz- und handlungsorientierten Unterricht vorzubereiten, durchzuführen, zu reflektieren und in Fortbildungsveranstaltungen der eigenen Schule mit Kollegen zu bearbeiten“, fasst Dietl die Fortbildungsinhalte zusammen.

Schulentwicklungsprozess unterstützen

Nach der Abschlussveranstaltung an der Deutschen Schule Porto, die zur ReFo-Region Madrid gehört, stehen den Deutschen Auslandsschulen der Region Moderatoren und Berater für Unterrichtsentwicklung an den jeweiligen Schulen zur Verfügung. Ihre Aufgabe: den Schulentwicklungsprozess ihrer eigenen Schule fundiert zu unterstützen. „Sie werden natürlich auch künftig weiterhin fachlich betreut und durch den Prozessbegleiter unterstützt“, versichert Dietl.

Seit 2008 sind weltweit neun Prozessbegleiter mit der Qualitätsberatung der Deutschen Auslandsschulen beauftragt. Insbesondere sollen Schulen bei der Umsetzung der im Rahmen des PQM vorgegebenen Entwicklungsaufgaben und bei eigenen Entwicklungsvorhaben beraten und begleitet werden - Leitbild, Schulcurriculum, Schulprogramm, Unterrichtsentwicklung, Selbstevaluation, Peer Review, Bund-Länder-Inspektion, Schulischer Aktionsplan.

Die mehr als 140 Deutschen Auslandsschulen weltweit werden von der Zentralstelle für das Auslandsschulwesen (ZfA) des Bundesverwaltungsamtes im Auftrag des Auswärtigen Amts und unter Mitwirkung der Länder personell, finanziell und pädagogisch betreut. Die ZfA verstärkt die qualitätsorientierte Schulentwicklung und unterstützt die Gründung neuer Schulen mit deutschem Profil. Sie berät lokale Schulen beim Aufbau des Deutschunterrichts und bei der Einführung deutscher Schulabschlüsse nach internationalen Standards.
Datum: 11.12.2012
Quelle: Deutsche Schule Porto

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