Archiv 2012

Von Hochzeitsplanern, Möbeln und anderen Geschichten


Die Deutsche Schule Prag nimmt erstmals und als einzige Deutsche Auslandsschule am Projekt „Jugend und Wirtschaft“ der Frankfurter Allgemeinen Zeitung (FAZ) und des Deutschen Bankenverbandes teil.

„Aus über 200 Bewerbern wurden wir als einzige Deutsche Auslandsschule ausgewählt, in diesem Jahr zusammen mit 60 anderen Schulen in Deutschland an diesem besonderen, seit 2002 jährlich stattfindenden Schreibwettbewerb teilzunehmen“, freut sich Projektbetreuerin Susanne Hafemann. Das Projekt läuft bereits im 13. Jahr. 2012 nimmt die Deutsche Schule Prag erstmals mit 20 deutschen, tschechischen und internationalen Schülern des 10. und 11. Jahrganges teil. Am Ende des Jahres werden die besten Schülerleistungen ausgezeichnet.

Das Projekt soll bei den Schülerinnen und Schülern Interesse für wirtschaftliche Fragen wecken und dazu beitragen, Wirtschaft verständlich zu machen. Dazu erhalten alle teilnehmenden Schüler für die Dauer des Projekts ein Freiabonnement der Frankfurter Allgemeinen Zeitung. Im Rahmen einer ganzjährigen Arbeitsgemeinschaft, die von den Lehrerinnen Susanne Hafemann und Maren Probst betreut wird, beschäftigen sich die Teilnehmer intensiv zwei Stunden pro Woche mit dem Wirtschaftsteil der Zeitung.


Die Anforderungen an die Jugendlichen sind hoch. Jeder Schüler muss mehrere Wirtschaftsartikel verfassen. Besonders geeignete Artikel werden ausgewählt und haben die Chance, auf der monatlich erscheinenden Sonderseite der Frankfurter Allgemeinen Zeitung „Jugend und Wirtschaft“ veröffentlicht zu werden. Beiträge, die es nicht in die Frankfurter Allgemeine Zeitung schaffen aber trotzdem überzeugen, erscheinen vierteljährlich in einer projektinternen „Kleinen Zeitung“ der Schule.

Anspruchsvoller Journalismus

„Die journalistische Arbeit ist für unsere Schüler zeitaufwendig und anspruchsvoll. Sie müssen selbst ein geeignetes Thema finden. Es muss sowohl einen wirtschaftlichen Hintergrund, sowie auch das „gewisse Etwas“ bieten, welches es für den FAZ-Leser interessant macht. So eine Firma oder Branche zu finden ist nicht leicht und erfordert bereits einiges an Recherchearbeit“, erläutert Probst die Bedingungen. Danach müssen die Schüler Vorbereitungen für ein Interview vor Ort treffen, im dem sie Zitate, Zahlen, Daten und Fakten für ihren Artikel sammeln. Anschließend muss alles in einem inhaltlich korrekt und sprachlich attraktiven Wirtschaftsartikel formuliert werden- und zwar auf Deutsch!

Die Teilnahme am Projekt lohnt sich auf jeden Fall, denn so Hafemann: „Unsere Schüler gewinnen in diesem Projekt einen wertvollen Einblick in die Wirtschaft, in die Unternehmen und in die Welt des Journalismus. Sie schulen ihre Lesekompetenz, ihre Kommunikationsfähigkeit und ihre Ausdauer.“

Die Deutsche Schule Prag gehört zu den mehr als 140 Deutschen Auslandsschulen, die von der Zentralstelle für das Auslandsschulwesen (ZfA) des Bundesverwaltungsamtes im Auftrag des Auswärtigen Amts und unter Mitwirkung der Länder personell, finanziell und pädagogisch betreut werden. Die ZfA verstärkt die qualitätsorientierte Schulentwicklung und unterstützt die Gründung neuer Schulen mit deutschem Profil. Sie berät lokale Schulen beim Aufbau des Deutschunterrichts und bei der Einführung deutscher Schulabschlüsse nach internationalen Standards.
Datum: 12.11.2012
Quelle: Zentralstelle für das Auslandsschulwesen (ZfA)/Deutsche Schule Prag
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