Archiv 2012

Ausbildung qualifizierter Lehrkräfte zu Unterrichtstrainern an der Deutschen Schule Lima


Dreizehn Lehrkräfte Deutscher Schulen in Bolivien und Peru haben eine Qualifizierungsmaßnahme zum Unterrichtstrainer absolviert.

Hermann Maier, Prozessbegleiter der Zentralstelle für das Auslandsschulwesen (ZfA) für das nördliche Lateinamerika, hat das Programm gestartet, bei dem Lehrkräfte im Regionalen Fortbildungszentrum an der Deutschen Schule Alexander von Humboldt in Lima zu qualifizierten Unterrichtstrainern ausgebildet werden. Insgesamt 13 motivierte Lehrkräfte Deutscher Auslandsschulen in Peru und Bolivien starteten die Qualifizierungsmaßnahme im April 2011 und beendeten sie im September 2012 erfolgreich.

Die Unterrichtstrainer beraten, unterstützen und begleiten ihre Kolleginnen und Kollegen vertraulich und schulleitungsunabhängig bei allen unterrichtsrelevanten Angelegenheiten. Das reicht vom „Classroommanagement“ über Elternarbeit bis zur Gestaltung von Lernprozessen. Lehrerinnen und Lehrer können dieses Angebot auf freiwilliger Basis annehmen. „Oftmals fällt es Lehrern nach dem Besuch einer Fortbildung schwer, das dort Erarbeitete danach unmittelbar in den Unterricht zu integrieren. Die Unterrichtstrainer sollen dabei behilflich sein, diese Transferleistung zu erleichtern und einen geschützten Raum für die Erprobung neuer Lernstrategien zu eröffnen“, so Kai Ulmer, Regionaler Fortbildungskoordinator für Peru und Bolivien.

Progression in der Unterrichtsqualität

„Lehrer brauchen Impulse und Hilfssysteme, um sich dem zentralen Anliegen der Deutschen Schulen im Ausland, Progression in der Unterrichtsqualität, schrittweise anzunähern. Außerdem muss sich ein moderner Lehrer adäquat und zeitgemäß den Problemen und Situationen stellen, die sich durch die moderne Bildungsforschung ergeben“, so Albrecht Schmidt, Leiter der Deutschen Schule Alexander von Humboldt in Lima.


In vier jeweils einwöchigen Modulen wurden unter anderem die folgenden Themen behandelt: Rollenfindung und Beschreibung des Aufgabenbereichs, Werkzeuge der Beratung, professionelle Kommunikationsstrategien und die Vertiefung aktuell relevanter Themen der Methodik des Unterrichts. Im Mittelpunkt standen praxisorientierte Sequenzen, die den Unterrichtstrainern ihre künftige Tätigkeit als Berater im Auftrag der Kollegen schrittweise näher gebracht haben. „Rückmeldungen aus dem Kollegium zeigen, dass hier ein Instrument gefunden wurde, das im Alltag bereits Erfolge zeigt“, so Schmidt in einem ersten Fazit.

Die Zentralstelle für das Auslandsschulwesen (ZfA) des Bundesverwaltungsamtes betreut im Auftrag des Auswärtigen Amts und unter Mitwirkung der Länder derzeit mehr als 140 Deutsche Auslandsschulen und 870 Sprachdiplomschulen in finanzieller, personeller und pädagogischer Hinsicht. Die ZfA verstärkt eine qualitätsorientierte Schulentwicklung und unterstützt die Gründung neuer Schulen mit deutschem Profil. Sie berät lokale Schulen beim Aufbau des Deutschunterrichts und bei der Einführung deutscher Schulabschlüsse nach internationalen Standards.
Datum: 31.10.2012
Quelle: Zentralstelle für das Auslandsschulwesen (ZfA)/ Deutsche Schule Alexander von Humbold in Lima
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