Archiv 2012

Donau-Projekt: Freundschaften fürs Leben gewonnen


59 Schülerinnen und Schüler aus 32 Schulen aus neun Donau-Anrainerstaaten trafen sich vom 14. bis 20. Oktober 2012 im serbischen Kovacica. Ihr gemeinsames Ziel: am PASCH-Projekt „Donau verbindet“ arbeiten.

Das internationale Schüler-Projekt „Donau verbindet“ startete im Herbst 2011 unter der Leitung von Michael Habenbacher, Fachberater der Zentralstelle für das Auslandschulwesen (ZfA), in Obermarchtal am Oberlauf der Donau.

Inzwischen ist viel Wasser die Donau hinuntergeflossen und rund 500 Schülerinnen und Schüler haben in verschiedenen Einzelprojekten viel über Gemeinsamkeiten und Unterschiede im Donauraum gelernt. Verbindendes Element neben der Donau ist für alle die deutsche Sprache. Im Schülercamp in Kovacica musizierten und rezitierten, malten und bastelten, schauspielerten und sangen, filmten und schnitten, dachten und schrieben die Schülerinnen und Schüler in fünf verschiedenen Workshops.

Einzigartige Schülerleistungen

Im Workshop Musik und Rezitation der Musikperformer „Kulturtechniker“ unterstützte der Schauspieler Martin Hahnemann die Jugendlichen dabei, die von ihnen im Schreibwettbewerb „Die Donau – ein Fluss, der alles gesehen hat“ verfassten Texte eindrucksvoll vorzutragen und mit Musik zu unterlegen.


Im Workshop Ökologie entwickelten die Jugendlichen ein Brettspiel zu ökologischen, kulturellen und geschichtlichen Aspekten der Donau-Länder. Auch in den Theater-, Film- und Reportage-Workshops machten die jungen Deutschlerner Fortschritte. Sie stellten sich ihre bisherigen Ergebnisse gegenseitig vor und konnten so überprüfen, ob in den bisher geschnittenen Szenen die verschiedenen Ebenen Bild, Sprache, Musik und Untertitel von den am jeweils anderen Teilprojekt Beteiligten verstanden wurden.

Neben den Workshops standen Besichtigungen in Kovacica und Belgrad sowie eine Abschlussparty auf dem Programm. Dort präsentierten die Schüler ihre in der Woche erarbeiteten Ergebnisse. Projektleiter Habenbacher würdigte die Leistungen der Schülerinnen und Schüler mit den Worten „Ihr seid einzigartig!“

Echte Freunde aus vielen Ländern

Auch die Schüler waren begeistert: „Alle die in Kovacica waren, werden Freunde fürs Leben und das ist das wunderbarste“, freut sich Sasa Jelesijevic aus Pancevo in Serbien. Das sieht auch Tsvetelina Topalova aus Sofia so: „Die Kulturtechniker sind auch sehr gute Lehrer und wir sind mit ihnen gute Freunde geworden, sogar mit allen Teilnehmern an diesem Projekt, das uns wirklich verbunden hat.“ Und Svilen Stefanov ergänzt: „Das beste aber war die tolle Atmosphäre! Ich habe so viele Leute, echte Freunde, aus so vielen Ländern kennen gelernt, dass ich es noch nicht glauben kann. Ich hoffe, dass wir uns im Mai wieder sehen.“


Im Mai 2013 findet das feierliche Abschlusstreffen im Donaudelta statt. Bis dahin werden die Schülerinnen und Schüler ihre begonnenen Projekte fertigstellen. Das wichtigste Ziel hat Habenbacher schon jetzt erreicht: „Die Schüler haben intensive Freundschaften fürs Leben geschlossen und sind tatsächlich zu einer länderübergreifenden Lerngemeinschaft geworden. Das ist ganz im Sinne von PASCH!“

Die PASCH-Initiative wird getragen vom Auswärtigen Amt, der ZfA, dem Goethe-Institut, dem Pädagogischen Austauschdienst der Kultusministerkonferenz und dem Deutschen Akademischen Austauschdienst. Im Blog „Donau verbindet“ veröffentlichen und dokumentieren die Projektgruppen ihre Ergebnisse.
Datum: 30.10.2012
Quelle: Zentralstelle für das Auslandsschulwesen (ZfA)/ Holger Hack, LPLK am Colegiul National „Elena Cuza“, Craiova, Rumänien
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