Archiv 2012

Fußballfreundschaft in Nigeria


Ein Zusammenschluss von Fußballmannschaften aus internationalen und nationalen Schulen in Abuja gehörte zu den zehn besten Projekten des IHK-Wettbewerbs 2011/2012. Ziel des Projektes ist es Fußballmeisterschaften auf freundschaftlicher Basis zu ermöglichen.

Parallel zu den aufstrebenden Entwicklungen der nigerianischen Retortenstadt Abuja entwickelten sich auch die Schülerzahlen der Deutschen Schule, deren Schulträger der Konzern Bilfinger Berger AG ist, stetig nach oben. Gleiches gilt für die Schülerzahlen anderer internationaler und nationaler Privatschulen in Abuja.

Was 1990 mit der ersten Fußballmannschaft der Deutschen Schule in Abuja begann, die gegen die American International School of Abuja und die French School in einem ersten Turnier antreten konnte, entwickelte sich rasch weiter. In der aktuellen Saison 2011/2012 nahmen acht Schulen mit 37 Mannschaften teil. Sie absolvierten 102 Ligaspiele und unzählige Freundschaftsspiele, letztere vor allem mit einheimischen Schulen.

Engagierte Eltern im Einsatz

Die Deutsche Schule Abuja verfügt nun über sechs eigene Mannschaften von Kindergartenkindern bis hin zu Jugendlichen. Je zwei Jahrgänge können nach dem inzwischen aufgestellten Regelwerk der „Students Football League“ in den Ligaspielen in einer Mannschaft antreten. Trainiert werden die jungen Spielerinnen und Spieler von engagierten Eltern oder anderen Mitarbeitern der Firma Julius Berger. Sie werden so in die Schulaktivitäten mit einbezogen. Elf Trainer und drei Schiedsrichter sind für die Schule im Einsatz und betreuen derzeit 61 fußballbegeisterte Jungen und 16 Mädchen, das sind 57 % aller Schüler.


Zum Höhepunkt der Saison finden die Finalspiele aller Ligen im Mai/Juni im Camp der Deutschen Schule in Abuja statt. „Obwohl sie die kleinste unter den teilnehmenden Schulen ist, ist sie häufiger Titelträger. Das ist das Ergebnis unserer hervorragenden Trainingsarbeit“, freut sich Ulrich Lüdemann, der an der Deutschen Schule für das Fußballprojekt verantwortlich ist. Neben den zahlreichen Begegnungen auf dem Platz gibt es verschiedene Treffen mit Vertretern der beteiligten Schulen zur Organisation des Spielbetriebs und vor allem, um die Kontakte zu intensivieren. Aufgrund der persönlichen Beziehungen der Beteiligten untereinander sind im Laufe der Jahre auch andere sportliche Aktivitäten, wie beispielsweise Schwimmwettkämpfe, entstanden.


Nationalelf kommt zum Training

Nebenbei entwickelte die Deutsche Schule in Abuja auch gute Kontakte zur nigerianischen Fußballszene. „Nicht zuletzt wegen der Abgeschiedenheit der Schule und unserem hervorragenden Rasenplatz führte die nigerianische Nationalmannschaft mehrere Trainingseinheiten für den Afrika-Cup 2012 bei uns durch“, erzählt Lüdemann stolz. So viel außerschulisches Engagement hat auch die Jury des IHK-Wettbewerbs überzeugt, die die „Students Football League“ unter die Top Ten gewählt hat.

Datum: 26.10.2012
Quelle: Zentralstelle für das Auslandsschulwesen (ZfA)/ Deutsche Schule Abuja
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