Archiv 2012

Deutschland ist als Studienstandort gefragt


Mehr als die Hälfte der diesjährigen Absolventinnen der Deutschen Schule der Borromäerinnen (DSB) Alexandria hat sich für ein Studium in Deutschland entschieden. Trotz Angeboten aus attraktiven Ländern wie England oder Frankreich fiel die Wahl auf den Studienstandort Deutschland.

„Deutschlands Universitäten und Hochschulen zählen heute im internationalen Vergleich zu den attraktivsten höheren Bildungseinrichtungen weltweit. Dies betrifft nicht nur die ökonomische Seite, die für Absolventinnen aus Ländern wie Ägypten eine ganz wichtige Rolle spielt, sondern auch das breit gefächerte Studienangebot, die guten Serviceleistungen und das angenehme Studienumfeld.“ Sätze wie diese aus dem Mund des Studienberaters der Deutsche Schule der Borromäerinnen, Siegfried Angst, fielen bei beiden Abschlussklassen 2012 auf fruchtbaren Boden.

Angesteckt durch die Aktivitäten der Abiturklasse, aber auch stark motiviert durch einen hervorragenden 1. Platz im IHK-Wettbewerb „Schüler bauen weltweit Brücken“ waren nun auch Schülerinnen des Abschlussjahrgangs der Fachoberschule rege Besucher der Studienberatungsstunden von Siegfried Angst. Dies wurde besonders gefördert durch den Umstand, dass einige hessische Universitäten ihre Pforten auch für Fachabiturientinnen geöffnet haben.

Sendboten aus dem Studienort Deutschland

„Der enge Kontakt zur Partneruniversität Ulm und eine gute Verbindung zur Uni Marburg – beide mit einem hervorragenden Serviceangebot für ausländische Studierende – war für manche ausschlaggebend, den entscheidenden Schritt nach Deutschland zu wagen“, erklärt Angst. Aber auch die Lehrer, allen voran die von der Zentralstelle für das Auslandsschulwesen (ZfA) vermittelten Auslandsdienst- und Bundesprogrammlehrkräfte, sind wichtige Sendboten aus dem Studienort Deutschland. „Mit unserem Vorbild werden wir unweigerlich zu Leitbildern für die Schülerinnen“, so Angst.


Eine große Rolle bei der Studienwahl spielen natürlich auch die Kontaktmöglichkeiten über Schüleraustausche, Wettbewerbe wie Jugend musiziert oder Schnupper-Studienmöglichkeiten in Deutschland. Wichtig sind auch die verschiedenen Informationsangebote des Deutschen Akademischen Austauschdienstes vor Ort, beispielsweise mit seinen Besuchen an der Deutsche Schule der Borromäerinnen Alexandria oder einer Studienveranstaltung in Kairo.

Von Hamburg bis Passau, von Aachen bis Dresden

Neben den Fächern Betriebswirtschaftslehre und Volkswirtschaftslehre wählten die zukünftigen Studentinnen die typischen Studiengänge wie Übersetzen, Architektur und Design. Auch Politologie war gefragt – Auswirkungen der Revolution –, hinzu kamen Maschinenbau und Informatik. Die Studienorte sind über ganz Deutschland verteilt: von Hamburg bis Passau, von Aachen bis Dresden.


Dorthin wo bereits ehemalige Schülerinnen aus Ägypten den Schritt zum Studium gewagt hatten, fällt es natürlich leichter nachzukommen. „So entstehen kleine DSB-Inseln, die sicherlich wachsen werden, da spätestens in den nächsten Semesterferien die Ehemaligen von ihren Erfahrungen bei den künftigen Abschlussklassen an der DSB Alexandria berichten. Spätestens dann erleben die Noch-Schülerinnen wie enorm die Deutschkenntnisse der Studierenden zugenommen haben, wie gewaltig deren Selbstbewusstsein gewachsen ist und mit welcher Selbstverständlichkeit vom Uni-Leben in Deutschland berichtet wird“, davon ist der Studienberater überzeugt.

Die Deutsche Schule der Borromäerinnen Alexandria gehört zu den mehr als 140 Deutschen Auslandsschulen, die von der Zentralstelle für das Auslandsschulwesen (ZfA) des Bundesverwaltungsamtes im Auftrag des Auswärtigen Amts und unter Mitwirkung der Länder personell, finanziell und pädagogisch betreut werden. Die ZfA verstärkt die qualitätsorientierte Schulentwicklung und unterstützt die Gründung neuer Schulen mit deutschem Profil. Sie berät lokale Schulen beim Aufbau des Deutschunterrichts und bei der Einführung deutscher Schulabschlüsse nach internationalen Standards.
Datum: 17.10.2012
Quelle: Zentralstelle für das Auslandsschulwesen (ZfA)
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