Archiv 2012

Schülersprachcamp in Chengdu


Anfang Oktober kamen chinesische DSD-II-Schülerinnen und -Schüler sowie deutsche und chinesische Lehrkräfte aus ganz China für drei Tage nach Chengdu.

In Workshops vertieften sie gemeinsam ihre Deutsch- und Deutschlandkenntnisse, entdeckten kulturelle Unterschiede und Gemeinsamkeiten und knüpften neue Kontakte.

Mit dem Deutschen Sprachdiplom (DSD) der Kultusministerkonferenz auf der Stufe II erwerben die Schüler die sprachliche Voraussetzung für ein Studium in Deutschland. Auf Einladung der drei Fachberater der Zentralstelle für das Auslandsschulwesen (ZfA) in China kamen 29 DSD-II-Schülerinnen und Schüler der 9. und 10. Klassen von verschiedenen Schulen aus dem ganzen Land zu der Veranstaltung. Der Einladung folgten außerdem zehn chinesische Ortslehrkräfte, vier deutsche Programmlehrer und drei Kulturweit-Freiwillige aus Beijing, Shanghai, Nanjing, Xiamen, Wuhan, Jinan, Taiyuan, Yuxi, Jinhua, Deyang und natürlich Chengdu. In zwei Kleingruppen und unter Anleitung von jeweils einer deutschen und einer chinesischen Lehrkraft wurden nach der feierlichen Eröffnung der Veranstaltung an der Fremdsprachenschule Chengdu ausführlich und in entspannter Atmosphäre verschiedene Workshops durchgeführt.

Im Workshop „Jugend debattiert“ ging es um das Kennenlernen des mittlerweile auch in China durchgeführten und sehr erfolgreichen Wettbewerbes. Die eingeladene China-Gewinnerin des Wettbewerbes 2012 berichtete dabei ausführlich und eindrucksvoll von ihren Erfahrungen und noch am Abend hörte man die Schüler im Gästehaus lebhaft diskutieren. Beim Thema „Theater und interkulturelle Interaktion“ mussten die Schüler nicht nur sprachlich und mimisch bzw. gestisch agieren, sondern zudem kreativ sein. Schließlich ging es dabei darum, Brücken zu bauen und andere Denkweisen kennenzulernen und zu akzeptieren.

Kontakte geknüpft und vertieft

Auch das Seminar zu „Auseinandersetzungen und Lösungen“ brachte den chinesischen Schülerinnen und Schülern ein Stück weit deutsche Kultur näher, denn hier wurden auf spielerische Art kleine Konfliktsituationen der deutschen Jugendlichen inszeniert und mit den chinesischen Gewohnheiten verglichen. Sehr gut kam bei den Schülern der Film „Jenseits der Stille" an, der von den Leitern immer wieder unterbrochen wurde, um den Schülern Gelegenheit zu geben, das Gesehene zu reflektieren, es mit eigenen Erfahrungen zu vergleichen oder über Zukünftiges zu spekulieren. „Wie erfolgreich die Workshops gewesen sind, konnte man bei der gelungenen Abschlussveranstaltung sehen, bei der die Schüler in überaus kurzer Zeit der Vorbereitung tolle Analysen, witzige Dialoge und anspruchsvolle Präsentationen in zum Teil schon hervorragendem Deutsch vortrugen“, freut sich Jörg Drenkelfort, ZfA-Fachberater in Chengdu.


Auch das Rahmenprogramm bot Gelegenheit, die deutsche Kultur näher kennenzulernen: Das Generalkonsulat in Chengdu lud alle Teilnehmer zu einem typisch deutschen Essen ein, bei dem es die verschiedensten Würste, Salate und Brotsorten gab. Aber auch der Besuch der eindrucksvollen Pandabären-Zuchtstation war ein Erlebnis, das den Schülern sicher lange in Erinnerung bleiben wird. „Sicher sind bei der vielen Zeit, die man gemeinsam verbrachte, auch zahlreiche neue Kontakte geknüpft und vertieft worden und viele der Teilnehmer freuen sich schon jetzt auf die nächste gemeinsame Veranstaltung in China“, so Drenkelfort.

Die Zentralstelle für das Auslandsschulwesen (ZfA) des Bundesverwaltungsamtes betreut im Auftrag des Auswärtigen Amts und unter Mitwirkung der Länder derzeit mehr als 140 Deutsche Auslandsschulen und 870 Sprachdiplomschulen in finanzieller, personeller und pädagogischer Hinsicht. Die ZfA verstärkt eine qualitätsorientierte Schulentwicklung und unterstützt die Gründung neuer Schulen mit deutschem Profil. Sie berät lokale Schulen beim Aufbau des Deutschunterrichts und bei der Einführung deutscher Schulabschlüsse nach internationalen Standards.
Datum: 23.10.2012
Quelle: Zentralstelle für das Auslandsschulwesen (ZfA) / Jörg Drenkelfort

PASCH-net und Social Media