Archiv 2012

Donau verbindet: Schatzsuche in deutscher Sprache



Was passiert, wenn sich 45 Schülerinnen und Schüler der Klassen 9 bis 12 aus vier Donauanrainerstaaten in deutscher Sprache gemeinsam auf Schatzsuche begeben?

Sie finden nicht nur einen Schatz, sondern auch neue Freunde aus anderen Ländern. Deutschlehrerin Vesna Cosic vom 1. Gymnasium in Osijek, Kroatien hatte die Aktion, die vom 7. bis zum 9. September stattfand, mit ihren Schülern geplant und mit viel Liebe zum Detail ein vielfältiges Programm ausgearbeitet. „Die Aktivitäten sind Teil des Projektes „Donau verbindet“ der Initiative „Schulen: Partner der Zukunft“ (PASCH) des Auswärtigen Amts“, berichtet Michael Habenbacher, Projektleiter und Fachberater für Deutsch der Zentralstelle für das Auslandsschulwesen (ZfA).

Schatzsuche in deutscher Sprache

Schülerinnen und Schüler des 1. Gymnasiums Osijek, des Klassischen Jesuitengymnasiums Osijek, des Kisfaludy Karoly Gymnasiums Mohacs in Ungarn sowie des Gymnasium Sremski Karlovci in Serbien trafen sich im östlichsten Zipfel Kroatiens in Aljmaš. Ebenfalls eingeladen waren vier Schülerinnen der Mittelschule Rottenburg an der Laaber in Bayern. Erklärtes Ziel des Projektes war, dass sich die Jugendlichen durch den Gebrauch der deutschen Sprache persönlich kennen lernen und sich durch einen Wettlauf um einen Goldschatz und die intensiven, verbindenden Erlebnisse Kontakte und Freundschaften über Ländergrenzen hinweg ergeben.

An verschiedenen Stationen kämpften die Schülergruppen zunächst um den versteckten Goldschatz. Wichtig für die eigene Identität und informativ für die anderen waren dabei von den Schülern vorbereitete Präsentationen zu Brauchtum und Kultur des eigenen Landes.

Am Sonntag führten verschiedene Aufgaben die jungen Schatzjäger kreuz und quer durch den kleinen Ort Aljmaš. Auch hier hatte sich das Team um Vesna Cosic große Mühe gegeben und in Theaterkostümen historische Persönlichkeiten aus dem Ort dargestellt, deren Identität erraten werden musste. Am Ende hatten die Mädchen aus Ungarn die Nase vorn. Sie konnten als erste zum Schatz vordringen, der in einem verlassenen, nur mit Fackeln ausgeleuchteten Stollen versteckt war. Hauptattraktion in der Schatztruhe waren ein Fußball und ein Trikot, die vom ehemaligen kroatischen Nationalspieler Davor Šuker signiert waren. Um viele persönliche Erfahrungen und Kontakte bereichert traten die Deutschlerner die Heimreise an.

Donau verbindet!

Die deutschen Mädchen verfilmten anschließend noch gemeinsam mit Schülern aus Osijek die Sage „Das Geschenk der Donaunixe“. „Dank eines sehr gut ausgearbeiteten Drehbuchs, einer hervorragenden Kulisse und einer sehr guten Zusammenarbeit mit Schülern des Gymnasiums Ossijek konnte dieses Vorhaben dann auch in der knappen Zeit realisiert werden“, erläutert Lehrerin Heidi Wargitsch-Fischaleck der Mittelschule/Rottenburg a.d. Laaber das Filmprojekt. So wurde dieses Treffen in jeder Hinsicht dem Projekt-Motto gerecht: Donau verbindet!

Die PASCH-Initiative wird getragen vom Auswärtigen Amt, der ZfA, dem Goethe-Institut, dem Pädagogischen Austauschdienst der Kultusministerkonferenz und dem Deutschen Akademischen Austauschdienst. Im Projekt „Donau verbindet“ beteiligen sich seit Sommer 2011 rund 500 PASCH-Schüler der Donau-Anrainerstaaten. Im Blog „Donau verbindet“ veröffentlichen und dokumentieren die Projektgruppen ihre Ergebnisse. Der Film „Das Geschenk der Donaunixe“ wird nach Fertigstellung demnächst dort zu sehen sein.

Datum: 26.09.2012
Quelle: Heidi Wargitsch-Fischaleck der Mittelschule/Rottenburg a.d. Laaber
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