Archiv 2012

„Pipeline ins Klassenzimmer“: PASCH-Schulen diskutieren über Energie


Studierende der Freien Universität Berlin haben das Projekt ins Leben gerufen. Die interdisziplinäre Unterrichtsreihe zum Thema Ostsee-Pipeline fand von Mai bis Juni 2012 an zwei Schulen in Moskau und Berlin statt.

In verschiedenen Modulen behandelten die Projektteilnehmer die Bereiche Technik, Umwelt, Wirtschaft, Geschichte und Politik. An den russischen PASCH-Schulen, die vom Goethe-Institut betreut werden, besteht ein hohes Interesse an naturwissenschaftlichen Projekten mit dem Schwerpunkt in Deutsch. So meldeten umgehend vier PASCH-Schulen aus St. Petersburg und Moskau die Bereitschaft, an diesem Projekt mitzuwirken. Ausgewählt wurde das Gorki-Bildungszentrum 204 in Moskau. Zwanzig Neuntklässler setzten sich im Projektunterricht begeistert mit Fragen der Energieversorgung und des Umweltschutzes auseinander.


Lebhafte Diskussionen

„Es entwickelten sich lebhafte Diskussionen. Wir waren überrascht von der hohen inhaltlichen und sprachlichen Qualität der Beiträge", berichtet Lisa van Hoof, eine der sechs Studierenden, die in Moskau das Projekt durchführt hat. „Das Thema der Energieversorgung und -sicherheit hat in den letzten Jahren zunehmend an Bedeutung gewonnen. In unserem Projekt holten wir die „Pipeline ins Klassenzimmer“ und brachten am Beispiel von Nord Stream den Schülern dieses komplexe Thema nahe.

Unsere interdisziplinäre Unterrichtsreihe sollte die Schüler dazu anregen in dieser Pipeline mehr zu sehen als bloße Metallröhren. Neben der Interdisziplinarität schenkten wir auch der Internationalität Beachtung. Vor allem Deutschland und Russland, zwischen deren Staatsgebieten Nord Stream verläuft, haben den Bau der Pipeline vorangetrieben. Daher haben wir die Unterrichtsreihe in deutscher Sprache sowohl an einer russischen als auch an einer deutschen Schule durchgeführt. Somit handelte es sich in Russland auch um ein Fremdsprachenprojekt.“

Fragen zur Nord-Stream-Pipeline

„Am zweiten Tag lösten wir in einer Talk-Show alle Energieprobleme der Europäischen Union!“ erzählt Anna Pomarenko, PASCH-Schülerin, 9.Klasse am Gorki-Bildungszentrum 204, Moskau. „Im Mai besuchten Studenten der Freien Universität Berlin unsere Schule. Wir besprachen viele Fragen zur Nord-Stream-Pipeline. Wir hatten eine Menge zu reden, lachen und natürlich auch zu arbeiten. Zum Glück hatten wir keine Probleme, die deutschen Studenten zu verstehen. Mir hat das Projekt sehr gut gefallen. Es war wirklich interessant und spannend!“

Mit Hilfe der Geografie- und Deutschlehrer bereiteten sich die PASCH-Schülerinnen und -Schüler von März bis Mai 2012 auf das Pipeline-Projekt vor. Sie recherchierten im deutsch- und russischsprachigen Internet nach Informationen zu diesem Thema. Das deutsche Projektteam betonte die große Offenheit der Schüler, die tolle Atmosphäre und die besondere Gastfreundschaft der PASCH-Schule.

Datum: 13.07.2012
Quelle: Julia Elsner, Expertin für Unterricht, Projektreferentin PASCH am Goethe-Institut Moskau

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