Archiv 2012

„Donau verbindet“ – auch im Sommercamp im Kloster Obermarchtal


41 Schülerinnen und Schüler aus acht Donauanrainerstaaten kamen vom 3. bis 8. Juni in einem Sommercamp an der Donau in der Nähe von Ulm zusammen.

Das Sommercamp an der Donau fand im Rahmen des Projekts „Donau verbindet“ der Partnerschulinitiative (PASCH) statt. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer stammen von PASCH-Schulen aus Bulgarien, Kroatien, Moldau, Rumänien, Serbien, der Slowakei, der Ukraine und Ungarn. Die Teilnahme am Sommercamp in Deutschland war der Preis des Schreibwettbewerbs „Die Donau. Ein Fluss, der alles gesehen hat.“

„Die jungen Menschen aus acht Ländern waren mit dem Herzen dabei. Sie haben im Kloster Obermarchtal gemeinsam musiziert, szenisch gearbeitet und die Region am Oberlauf der Donau mit allen Sinnen in sich aufgenommen“, berichtet Michael Habenbacher, ZfA-Fachberater und Projektleiter von „Donau verbindet“. „Am Ende einer intensiven Arbeitswoche mit sehr viel Spaß waren wir am Abend der Präsentation mehr als sprachlos, wie uns dieser Fluss länderübergreifend in seinen Bann gezogen hat. Freundschaften sind geschlossen worden, so manche Vorurteile über Bord gegangen.“


In einem Theaterworkshop beschäftigten sich die Jugendlichen mit dem Thema Migration. Sie wurden dabei angeleitet vom Theaterpädagogen Sven Wisser, Leiter eines Jugendtheaters in Ulm. Der Musiker Ralf Werner und der Schauspieler Giampiero Piria von „Die Kulturtechniker“ produzierten mit den Schülern eine musikalische Rezitation. Grundlage dieses Musikworkshops waren die Texte, die die Schüler selbst für den Wettbewerb geschrieben hatten.

Exkursion zur Donauquelle

In einem Reportageworkshop mit der freien Journalistin und ehemaligen Schülerzeitungsredakteurin Christina Kufer lernten die Schülerinnen und Schüler journalistische Techniken, die sie sogleich in die Praxis umsetzen konnten. Ihre Aufgabe war es, das Sommercamp im Blog „Donau verbindet“ in Wort und Bild festzuhalten.


Auf dem Programm des einwöchigen Camps standen auch ein Besuch des Donauschwäbischen Zentralmuseums in Ulm und des Deutschen Uhrenmuseums in Furtwangen sowie eine Exkursion zur Donauquelle. Zudem feilten die Jugendlichen während des Camps weiter an den endgültigen Versionen ihrer Wettbewerbstexte. Eine Veröffentlichung dieser Texte ist zu einem späteren Zeitpunkt geplant. Am letzten Abend präsentierten die Schülerinnen und Schüler die Ergebnisse der Workshops.

In Belgrad wird im Oktober 2012 ein Donau-Herbstcamp stattfinden, wo sich ausgewählte Teilnehmer aus den zurückliegenden regionalen und überregionalen Seminaren auf die Abschlusspräsentation im Rahmen einer „Donaumenta" vorbereiten. Im Donaudelta Rumäniens, am sogenannten Null-Kilometer, soll das Projekt Mitte Mai 2013 mit vielen internationalen Gästen seinen großen Abschluss finden.

Im Blog „Donau verbindet“ finden Sie Texte und Fotos zum Sommercamp.

„Donau verbindet“ ist Teil der Initiative „Schulen: Partner der Zukunft (PASCH)“. Sie wird getragen vom Auswärtigen Amt in Zusammenarbeit mit der Zentralstelle für das Auslandsschulwesen, dem Goethe-Institut, dem Pädagogischen Austauschdienst der Kultusministerkonferenz und dem Deutschen Akademischen Austauschdienst.

Artikel zum Sommercamp in Obermarchtal aus der Südwestpresse vom 5.6.2012 (PDF, 600KB)

Datum: 12.06.2012
Quelle: Zentralstelle für das Auslandsschulwesen (ZfA)
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