Archiv 2012

II. Landesfinale von „Jugend debattiert international“ in Ungarn


Bence Krümmer vom Ungarischen Bildungszentrum in Baja gewann im Landesfinale am 17. April den ersten Platz.

Gemeinsam mit der zweitplatzierten Gréta Szabó vom Városmajori Gymnasium in Budapest vertritt er Ungarn im Herbst beim internationalen Finale des deutschsprachigen Schülerwettbewerbs. Beide Schulen werden von der Zentralstelle für das Auslandsschulwesen (ZfA) gefördert.

Lebhafte Debatte

„Soll im ungarischen Parlament eine verbindliche Frauenquote eingeführt werden?“ – zu diesem Thema lieferten sich die besten jungen Debattanten Ungarns auf Deutsch eine lebhafte Debatte. Bence Krümmer und Gréta Szabó konnten ihre Positionen am besten begründen und überzeugten die Jury mit ihrer Sachkenntnis und ihren Argumentationsfähigkeiten. Als beste junge Debattanten Ungarns kommen sie nun ins internationale Finale von „Jugend debattiert international“, wo sie auf die Sieger aus Estland, Lettland, Litauen, Polen, Russland, Tschechien und der Ukraine treffen.

Welt-Schiedsrichter des Jahres 2011 Viktor Kassai eröffnete als Schirmherr des Landesfinales die Veranstaltung. „Auch Schiedsrichter müssen argumentieren, weil es auf dem Fußballplatz oft zu Meinungsunterschieden mit den Fußballern kommt. Wir müssen in sehr kurzer Zeit das Wesentliche sagen und präzise begründen – auch gegenüber Messi und Ronaldo“, lautete seine Botschaft an die Teilnehmerinnen und Teilnehmer. Der Kulturreferent der Deutschen Botschaft Raymond Dequin, der Fachberater der Zentralstelle für das Auslandsschulwesen Dieter Uesseler und die Leiterin des Goethe-Instituts Budapest Jutta Gehrig richteten Grußworte an die Anwesenden.

Beitrag zur politischen Bildung

Parallel dazu hat auch das russische Landesfinale in St. Petersburg stattgefunden. Am 20. April entschied Julia Manjutina, Schülerin der ebenfalls ZfA-geförderten Schule Nr. 1527 in Moskau, den Debattierwettbewerb für sich. Das Thema in Russland lautete: „Soll das Recht zur Arbeitsaufnahme von Migranten in Russland eingeschränkt werden?“

„Jugend debattiert international“ ist ein Wettbewerb für Deutschlernende aus Sekundarschulen in Mittel- und Osteuropa. Das Projekt regt die Teilnehmer zur kritischen Auseinandersetzung mit politisch und gesellschaftlich relevanten Themen an und leistet einen Beitrag zur politischen Bildung. Das Debattieren in deutscher Sprache trägt zur Verbesserung der Sprachkenntnisse der Schüler bei und bindet sie aktiv in den Unterricht ein.

„Jugend debattiert international – Länderwettbewerb in Mittel- und Osteuropa“ ist ein Projekt des Goethe-Instituts, der Stiftung „Erinnerung, Verantwortung und Zukunft“, der Gemeinnützigen Hertie-Stiftung und der ZfA. In Ungarn wird das Projekt durch Barbara Lochbihler, Mitglied des Europäischen Parlaments, unterstützt.
Datum: 26.04.2012
Quelle: Zentralstelle für das Auslandsschulwesen (ZfA)
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