Archiv 2012

DAAD-Netzwerkprogramm Schulen im Ausland – deutsche Hochschulen wird fortgesetzt


Die BetreuungsInitiative Deutsche Auslands- und PartnerSchulen (BIDS 2012/13) wird 2012 und 2013 fortgesetzt.

Ende März entschied eine vom DAAD einberufene Auswahlkommission, dass 22 Projektvorschläge eine finanzielle Förderung erhalten. Die geförderten Hochschulen steuern aus eigenen Mitteln denselben Betrag bei, den sie vom DAAD erhalten. Damit unterstreichen sie ihr Interesse an Kooperationen und Partnerschaften mit Auslandsschulen und Schulen, die das Deutsche Sprachdiplom der Kultusministerkonferenz, DSD I und II als studienqualifizierende Voraussetzung anbieten. Neben einem Hochschulverbund sind unter den geförderten Einrichtungen vier Fachhochschulen, sechs Technische Universitäten und elf Universitäten. Die erfolgreichen Antragsteller wurden teilweise bereits in früheren Phasen des BIDS-Programms durch den DAAD unterstützt. In einigen Fällen waren aber auch Hochschulen erfolgreich, die erstmalig einen Förderantrag gestellt haben.

Kernelemente der BIDS-Förderung

Kernelemente der BIDS-Förderung sind Probestudienwochen und Motivationsstipendien. Ein- bis zweiwöchige Probestudienwochen bieten abschlussnahen Schülerinnen und Schülern die Möglichkeit, eine deutsche Hochschule konkret kennenzulernen und Einblicke in das Studentenleben zu gewinnen. Die in BIDS geförderten Institutionen arbeiten hierfür besondere Programme aus, die den Bedürfnissen der jungen Gäste aus dem Ausland entgegenkommen. Motivationsstipendien vergeben die Hochschulen an leistungsstarke und persönlich geeignete Studienanfänger, die zuvor eine Auslands- oder Sprachdiplomschule absolviert haben. Die Stipendiendauer beträgt meist zwei Semester, in denen monatlich ein Stipendium über in der Regel € 300 gezahlt wird. Motivationsstipendien sind also gewissermaßen eine finanzielle Starthilfe. Außerdem sieht BIDS 2012/13 Mittel für Kontaktreisen vor, die den direkten und persönlichen Austausch zwischen Hochschulangehörigen, meist Vertreterinnen und Vertreter des Akademischen Auslandsamtes, und Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der jeweiligen Partnerschulen ermöglichen. Dortige Ansprechpartner sind entweder Studien- und Berufsberatungslehrer, Oberstufenkoordinatorinnen und -koordinatoren oder die Schulleiterinnen und -leiter selbst.

BIDS ist ein voller Erfolg

Alle drei Instrumente haben sich bewährt. Seit 2008 hat der DAAD 300 durch BIDS zustande gekommene Kontakte, Kooperationen und Partnerschaften Schule-Hochschule registriert. Etwa 2.000 abschlussnahe Schülerinnen und Schüler haben zwischen 2008 und 2011 an bis zu zweiwöchigen Studieninformationsveranstaltungen, auch als „Schnupperstudium“ bezeichnet, teilgenommen. Im gleichen Zeitraum konnten die BIDS-geförderten Hochschulen aus Projektmitteln des DAAD mehr als 200 meist einjährige Motivationsstipendien vergeben.

BIDS baut eine Brücke zwischen dem deutschen Auslandsschulwesen und dem Studienstandort Deutschland. Das Netzwerkprogramm ist neben der Vergabe von Vollstipendien an herausragende Absolventinnen und Absolventen von PASCH-Schulen weltweit der zweite Hauptbeitrag des DAAD zur Initiative "Schulen: Partner der Zukunft" (PASCH). Beide Programme werden vom Auswärtigen Amt finanziert.

Datum: 18.04.2012
Quelle: DAAD, Referat 333
Links zum Thema

PASCH-net und Social Media