Archiv 2012

Zum Studium nach Deutschland


Schnuppern und sich informieren – im Februar empfingen Mitarbeiter des DAAD in Yaoundé Schülerinnen und Schüler aus Kamerun, die sich für ein Studium in Deutschland interessieren.

Über 5.000 kamerunische Studenten studieren an deutschen Hochschulen. Vor drei Jahren wurden fünf kamerunische Schulen in die PASCH-Initiative aufgenommen. Eine der fünf Schulen – die beste im kamerunischen Ranking der Sekundarschulen, nämlich das Collège Jean-Tabi – diente am 29. Februar 2012 als Ort für eine Informationsveranstaltung zum Studium in Deutschland.

Zielgruppe dieser Veranstaltung waren Eltern sowie Schülerinnen und Schüler der Abschlussklassen. Es kamen insgesamt 139 Schüler und Eltern, um mehr über Deutschland und seine Hochschulen zu erfahren.

Beratung am Stand

Der Informationsnachmittag fing um 13:30 Uhr mit einem Treffen am Informationsstand der Organisatoren vom DAAD Informationszentrum Yaoundé an. Dort wurden 18 Eltern und 23 Schüler empfangen und ausführlich informiert.

Zum Studium nach Deutschland

Die eigentliche Informationsveranstaltung begann um 14.30 Uhr. Zuerst ging es um Vorträge und Erfahrungsaustausch. Brice Chuepo, Programmbeauftragter des DAAD Informationszentrums Yaoundé präsentierte die deutsche akademische Landschaft und die Vorteile eines Studiums in Deutschland.

Im Anschluss daran zeigte er den anwesenden Eltern und Schülern zwei Wege auf, wie man ein Studium in Deutschland am besten plant und organisiert. Frau Angèle Cobi, Schulleiterin, hat hier die besonders günstige Situation der Schule Jean Tabi vorgestellt, wo die Schüler die Möglichkeit haben, schon ab der siebten Klasse Deutschunterricht zu bekommen. Die Eltern wurden so eingeladen, diese einmalige Chance zu nutzen, denn im kamerunischen Schulsystem müssen die Schüler erst ab der neunten Klasse zwischen Deutsch und Spanisch wählen.

Direkte Zulassung

Die Tatsache, dass Kamerun als einziges afrikanisches Land eine direkte Zulassung an deutschen Universitäten hat und dass es eine große Gemeinschaft kamerunischer Studenten in Deutschland gibt, wurde auch ausdrücklich betont, damit die Teilnehmer eine bessere Einsicht in die Situation gewinnen. Die aktuelle Lage der deutschen Universitäten in Bezug auf die Studiengebühren wurde auch als Vorteil für die ausländischen Studierenden präsentiert – in anderen Ländern zahlen die Studierenden im Vergleich sehr hohe Studiengebühren.

Alumni berichten über ihre Erfahrungen

Nach der Präsentation des DAAD Informationszentrums Yaoundé berichteten zwei anwesende Alumni von ihren eigenen Erfahrung.

Herr Olivier Tamamot (Master in International Business Communication) referierte über seine Erlebnisse als Student in Frankreich und Deutschland und verglich die beiden Systeme. So konnten die Eltern erfahren, welche Verantwortungen und Herausforderungen ihren Nachwuchs an deutschen Hochschulen erwarten.

Herr Serge Etoundi, Elektro-Ingenieur hat nach seinem Studium in Deutschland eine eigene Firma gegründet. Er legte seine Motivationen dar, schilderte, wie er seine ersten Tage in Deutschland verbrachte und gab ein paar Tipps zum Deutschlernen. Nachdem er die starke theoretische Orientierung der Lehre an kamerunischen Schulen und Hochschulen kritisiert hat, empfahl er den Schülern, praktische Erfahrungen zu sammeln. Letztere könnten ihnen dazu verhelfen, den gelernten Stoff besser zu verstehen.

Diskussionsrunde

Nach den unterschiedlichen Vorträgen konnte sich das anwesende Publikum mit den Referenten austauschen. Viele Themen wurden angesprochen. Die Eltern wollten wissen, ob der DAAD die besten Schüler der PASCH-Schulen mit Studienstipendien auszeichnen könnte. Außerdem stellten sie auch Fragen zu den Wohnmöglichkeiten und den Äquivalenzen deutscher Abschlüsse in Kamerun.

Dass das System Bachelor-Master-PhD auch in Deutschland aktuell ist, schätzen die Eltern sehr. Es erleichtert kamerunischen Studierenden mit erstem Studienabschluss den Zugang an deutsche Universitäten. Von den Schülern kamen auch Fragen zu den Studienfächern, Zulassungsformalitäten und Hochschultypen.

Nach der formellen Austauschrunde hatten die Teilnehmer die Möglichkeit, sich am Büffet informell auszutauschen. Viele Eltern versprachen, mit dem Informationszentrum Yaoundé in Kontakt zu treten, sobald ihr Kind die Hochschulreife erlangt hat.

Datum: 12.04.2012
Quelle: Brice Chuepo, DAAD Informationszentrum Yaoundé

PASCH-net und Social Media