Archiv 2012

Deutsches Sprachdiplom erfüllt internationale Standards


Eine international besetzte Expertengruppe aus Testwissenschaftlern, Pädagogen sowie Vertretern von Bildungsministerien und Wirtschaft kam zu einem dreitägigen Standard Setting Workshop in Berlin zusammen.

Unter Leitung des Instituts für Qualitätsentwicklung im Bildungswesen (IQB) stand das Deutsche Sprachdiplom (DSD) der Kultusministerkonferenz auf dem Prüfstand.

Die unabhängige Expertengruppe analysierte unter Leitung des IQB die Zuordnung des DSD II zu den Niveaustufen B2 und C1 des Gemeinsamen europäischen Referenzrahmens (GeR). Das DSD-Team der Zentralstelle für das Auslandsschulwesen (ZfA), das für die Entwicklung der Prüfungen, die Logistik, die Durchführung und die Auswertung der Prüfungen verantwortlich ist, war als Beobachter anwesend.

DSD überzeugt die Experten

Zwei parallel arbeitende Gruppen analysierten die Prüfungsteile zur Schriftlichen Kommunikation sowie zum Hör- und Leseverstehen. Nach drei Tagen kamen die Experten zu einem Ergebnis: „Es wurde nachgewiesen, dass das Aufgabenformat für die Schriftliche Kommunikation im DSD II Schülerleistungen auf B2- und C1-Niveau valide erfasst“, berichtet Heike Toledo, ZfA. Auch die gesetzten Niveaustufengrenzen für das Lese- und Hörverstehen entsprachen den Erwartungen der ZfA. Die Experten bezogen sich dabei in ihrer Urteilsfindung allein auf die Kriterien des GeR.

Insgesamt stellten alle Experten fest, dass die DSD-Prüfung aufgrund ihrer schulischen Verankerung und des damit verbundenen Bildungsauftrags ein weitaus größeres Spektrum an Kompetenzen abbildet als der Referenzrahmen durch seine spezifische Ausrichtung erfasst. Die Fachleute waren überzeugt: „Betrachtet man bei der Prüfung allein die sprachlich-kognitive Leistung, dann kann für alle drei Prüfungsteile bestätigt werden, dass das DSD II die angegebenen Niveaustufen des GeR auch wirklich abprüft“, so Toledo.


Alle Kriterien erfüllt

Mit der Durchführung des Standard Settings erfüllt die DSD-Prüfung nun alle international aufgestellten Kriterien für eine standardisierte Prüfung. Neben dem Nachweis der GeR-basierten Niveaustufenzuordnung müssen dazu auch die vorgegebenen Standards zur Bewertung, Durchführung, Logistik und Prüfungsvorbereitung eingehalten werden.

Das Deutsche Sprachdiplom ist eine gemeinsame Aufgabe von Bund und Ländern. Es kann von Schülerinnen und Schülern an weltweit 870 DSD-Schulen und über 60 Deutschen Auslandsschulen, die von der ZfA betreut werden, als Nachweis deutscher Sprachkenntnisse abgelegt werden. Dabei werden die vier Fertigkeiten: Hörverstehen, Leseverstehen, Schriftliche Kommunikation und Mündliche Kommunikation abgeprüft. Das DSD II gilt dabei als Nachweis der für die Aufnahme eines Hochschulstudiums in Deutschland notwendigen Sprachkenntnisse.

Datum: 03.04.2012
Quelle: Zentralstelle für das Auslandsschulwesen (ZfA)

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