Archiv 2012

Regionalabitur in Südamerika


Vom 12. bis 14. März fand am Deutschen Lehrerbildungsinstitut Wilhelm von Humboldt (LBI) in Santiago de Chile die erste Tagung zur Vorbereitung des Regionalabiturs ab 2014 an Deutschen Schulen in Argentinien, Chile und Uruguay statt.

An allen 140 Deutschen Auslandsschulen führte die Kultusministerkonferenz im Jahr 2010 das Kerncurriculum für die gymnasiale Oberstufe für die Fächer Deutsch, Mathematik, Englisch, Geschichte, Biologie, Physik und Chemie ein. Da das einheitliche Kerncurriculum es den Schulen grundsätzlich ermöglicht gemeinsame Abiturprüfungen abzulegen, wurden regionale Prüfungsverbünde gegründet. Weltweit fanden seitdem von der Zentralstelle für das Auslandsschulwesen (ZfA) finanzierte und von Lehrplanexperten der Länder durchgeführte Fortbildungen statt, um die Einführung des Kerncurriculums in den Prüfungsregionen zu erleichtern.

Die Tagung in Santiago de Chile war die erste in der Region. Ingesamt dreizehn Lehrkräfte der abiturrelevanten Fächer sowie die Schulleitungen der Goethe-Schule Buenos Aires, der Deutschen Schule Montevideo und der Deutschen Schule Santiago nahmen teil. Die Tagung beinhaltete drei Schwerpunkte: die Abstimmung von Prüfungsaufgaben, die weitere Erarbeitung der Kerncurricula der verschiedenen Fächer sowie das differenzierte Studium der Vorlage der Studienordnung für die Deutsche Internationale Abiturprüfung (DIAP).

Meilenstein auf dem Weg zum Regionalabitur

„Die Tagung war ein Meilenstein auf dem Weg zum Regionalabitur 2014, weil hier erstmalig DREI Schulen gemeinsame Abiturvorschläge verabredet haben“, betonte Heidi Forneck-Schulz, Schulleiterin der Deutschen Schule Montevideo. Gerhard Pschorn, Schulleiter der Deutschen Schule Santiago, lobte den Veranstalter: „Das Deutsche Lehrerbildungsinstitut Wilhelm von Humboldt hat diese Tagung perfekt organisiert. Wir haben uns sehr wohl gefühlt und kommen gerne wieder. Die Zusammenarbeit der drei Schulen der Region war äuβerst produktiv.“

Der Kernauftrag des Lehrerbildungsinstituts besteht darin, Lehrkräfte für Grundschulen sowie Erzieherinnen für die Kindergärten der Deutschen Schulen Chiles auszubilden. Gleichzeitig bietet es Fortbildungen für Erzieherinnen und Lehrkräfte aller Schulstufen Chiles und Lateinamerikas an und begleitet Schulen mit pädagogischen Projekten in ihrem jeweiligen Schulentwicklungsprozess. Es wird von der ZfA gefördert.

Die Zentralstelle für das Auslandsschulwesen (ZfA) des Bundesverwaltungsamtes betreut im Auftrag des Auswärtigen Amts und unter Mitwirkung der Länder derzeit 140 Deutsche Auslandsschulen und 870 Sprachdiplomschulen in finanzieller, personeller und pädagogischer Hinsicht. Die ZfA verstärkt eine qualitätsorientierte Schulentwicklung und unterstützt die Gründung neuer Schulen mit deutschem Profil. Sie berät lokale Schulen beim Aufbau des Deutschunterrichts und bei der Einführung deutscher Schulabschlüsse nach internationalen Standards.
Datum: 03.04.2012
Quelle: Zentralstelle für das Auslandsschulwesen (ZfA)

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