Archiv 2011

Solarenergie für den Physikunterricht in Abu Dhabi


Seit dem 13. Dezember hat die Deutsche Internationale Schule Abu Dhabi ein Solardach.

Dank einer Kooperation des Bundesministeriums für Wirtschaft und Technologie, der Deutschen Energie-Agentur GmbH und der Firma empuron konnte die Solaranlage für die Schule kostenfrei errichtet werden. In Anwesenheit des Deutschen Botschafters, Nikolai von Schoepff, sowie Vertretern der internationalen Energiewirtschaft und der emiratischen Bildungsbehörde wurde die Solaranlage feierlich in Betrieb genommen. „Ihr Bau ist ein vorbildliches Beispiel der sehr guten Zusammenarbeit zwischen unserer Schule, der deutschen Wirtschaft und den politischen Vertretern beider Länder“, so Gerald Miebs, Schulleiter der Deutschen Internationalen Schule Abu Dhabi.

Das Solardachprogramm ist als Public-Private Partnership zur Auslandsmarkterschließung konzipiert: Einen Teil finanziert das Ministerium, den anderen die Privatfirma. Unterstützt wurde das Projekt vom Abu Dhabi Education Council, der Deutschen Botschaft und der Auslandshandelskammer in Abu Dhabi.

Pädagogischer Aspekt maßgebend

Neben dem ökonomischen Vorteil ist für die Schule insbesondere der pädagogische Aspekt maßgebend. Drei verschiedene Arten von Solarmodulen wurden für die Anlage verwendet. Die Schülerinnen und Schüler lernen nun im Unterricht die Grundlagen der Solarenergie kennen und können anschließend selber die Vor- und Nachteile der verschiedenen Beschichtungsarten untersuchen. „So können unsere Schüler z.B. im Physikunterricht die Ergebnisse der Sonneneinstrahlung und die Effizienz der Module erkennen und auswerten“, berichtet Miebs. Auch weitere Tests sind möglich, z.B. solche, die den Einfluss der Wetterlage, den Grad der Sandverschmutzung und die Tageszeit berücksichtigen. Wissenschaftlich begleitet wird das Projekt vom Bayerischen Zentrum für angewandte Energieforschung.

Die Deutsche Internationale Schule Abu Dhabi gehört zu den 140 Deutschen Auslandsschulen, die von der Zentralstelle für das Auslandsschulwesen (ZfA) des Bundesverwaltungsamtes im Auftrag des Auswärtigen Amts und unter Mitwirkung der Länder personell, finanziell und pädagogisch betreut werden. Die ZfA verstärkt die qualitätsorientierte Schulentwicklung und unterstützt die Gründung neuer Schulen mit deutschem Profil. Sie berät lokale Schulen beim Aufbau des Deutschunterrichts und bei der Einführung deutscher Schulabschlüsse nach internationalen Standards.
Datum: 16.12.2011
Quelle: Zentralstelle für das Auslandsschulwesen (ZfA)

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