Archiv 2011

ZfA-Schreibwettbewerb in Peking: Ausstellung „Kunst der Aufklärung”


Schülerinnen und Schüler von acht Sprachdiplomschulen in China, die im nächsten Jahr das Deutsche Sprachdiplom (DSD) der Kultusministerkonferenz der Stufe II ablegen werden, besuchten am 18. November gemeinsam mit Schülerinnen und Schülern der Deutschen Botschaftsschule Peking die Ausstellung „Kunst der Aufklärung”.

Mit der größten Ausstellung zur europäischen Kunst der Aufklärung in Asien wurde das chinesische Nationalmuseum nach seinem Umbau am 1. April 2011 neu eröffnet. „Kunst der Aufklärung“ wurde in Kooperation mit den Staatlichen Museen zu Berlin, den Staatlichen Kunstsammlungen Dresden und den Bayrischen Staatsgemäldesammlungen München konzipiert. Die Ausstellung wurde maßgeblich vom Auswärtigen Amt finanziert und durch die Stiftung Mercator unterstützt.

Die Fachberaterinnen der Zentralstelle für das Auslandsschulwesen (ZfA) in China, Diana Amann, Hannelore Müller und Mechthild Spiegel, nahmen die Ausstellung als Anlass, einen Schreibwettbewerb zu organisieren. Schülerinnen und Schüler der 11. Klassen von acht DSD-Schulen sollten ihre Gedanken zum Thema Aufklärung und Kunst zu Papier bringen. Als Inspiration diente das Gemälde „Atelierszene“ von Marie-Gabrielle Capet. Äußerst kreativ und einfallsreich bewältigten 34 Schülerinnen und Schüler diese Aufgabe. Die zwölf Besten wurden nach Peking eingeladen, um sich dort intensiver mit der Kunst und den Gedanken des 18. Jahrhunderts auseinanderzusetzen.

Begegnung in Peking

Ein dreitägiges Seminar zum Thema „Aufklärung“ brachte die chinesischen Deutschlerner mit Schülerinnen und Schülern der Deutschen Botschaftsschule Peking zusammen. Die Einladung zur Übernachtung in deutschen Familien machte den Besuch in Peking zu einer echten Begegnungsveranstaltung. Für fast alle Schüler und Lehrkräfte der DSD-Schulen war es zudem der erste Besuch ihrer Hauptstadt.

Der Höhepunkt des Pekingaufenthaltes war für die Schülerinnen und Schüler der gemeinsame Besuch der Ausstellung. Der für den Umbau zuständige Architekt erläuterte ihnen detailliert das Gebäude und der Kulturreferent der Deutschen Botschaft Peking führte sie durch die Ausstellung. Zahlreiche Beispiele aus Malerei, Skulptur, Mode und Naturwissenschaften regten die Schülerinnen und Schüler an, über Fragen nachzudenken, die heute wie damals aktuell sind. Anschließend präsentierten sie in Kleingruppen ihre Wahl von “Lieblingsbildern” in der Deutschen Botschaft Peking.

In China werden 40 Sprachdiplomschulen und fünf Deutsche Auslandsschulen von der Zentralstelle für das Auslandsschulwesen (ZfA) des Bundesverwaltungsamtes betreut. Die ZfA verstärkt die qualitätsorientierte Schulentwicklung und unterstützt die Gründung neuer Schulen mit deutschem Profil. Sie berät lokale Schulen beim Aufbau des Deutschunterrichts und bei der Einführung deutscher Schulabschlüsse nach internationalen Standards.
Datum: 05.12.2011
Quelle: Zentralstelle für das Auslandsschulwesen (ZfA)

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