Archiv 2011

DSD-CUP im kroatischen Zaprešić


Beim internationalen Handball-Turnier anlässlich des „Jahres der deutschen Sprache“ in Kroatien zeigten Schülerinnen und Schüler aus Kroatien, Slowenien, Ungarn und Österreich ihr Können – nicht nur in sportlicher Hinsicht.

„La Ola“, „die Welle“, zieht sich über die Zuschauerränge. Das Publikum in der voll besetzten Sporthalle – Schülerinnen und Schüler, Lehrkräfte, Besucher aus Politik, Kultur, Wirtschaft und Medien – ist begeistert. Am 4. November 2011 wird in der Mittelschule Zaprešić internationaler Handball auf hohem Niveau geboten.

Doch nicht für so international bekannte Stars wie Igor Vori, Renato Vugrinec oder László Nagy wird hier applaudiert. Es sind unter anderem Filip Radić, Rok Cvetko und Lázár Farkas, die mit den Mannschaften ihrer DSD-Schulen aus Zaprešić und Zagreb (Kroatien), Ptuj (Slowenien) und Gyönk (Ungarn) sowie einem Team aus Graz (Österreich) zu engagierten und hochklassigen, aber jederzeit fairen Spielen um den erstmals ausgetragenen DSD-CUP Zaprešić antreten.

Erfolgreich beim Turnier – das Team „DSD CROATIA“

Mit dem Team „DSD CROATIA“, im Frühjahr 2011 gegründet mit Spielern der DSD-Schulen aus Zaprešić, dem Gymnasium Lucijan Vranjanin sowie dem XVIII.Gymnasium Zagreb, stellt die Heimmannschaft am Ende den glücklichen Turniersieger. Als Gewinner dürfen sich jedoch alle fühlen – die beteiligten Spieler, die bestens unterhaltenen Besucher und die Veranstalter selbst.

Im informativen Rahmenprogramm zur Veranstaltung betont Georg Christian Lack in seinem Grußwort für die Botschaft Österreichs: „Das Jahr der deutschen Sprache hat durch diese Initiative ein echtes Ausrufezeichen erhalten!“ Daniela Scheetz, Kulturreferentin der Deutschen Botschaft Zagreb, legt sogar noch nach und überreicht eine Spende des deutschen Auswärtigen Amtes, das eine komplette Ausrüstung für alle Spieler von Team DSD CROATIA stellt.

Grenzüberschreitende Kontakte ermöglichen

Das Turnier ist mit der Absicht initiiert worden, auch längerfristig das große und internationale Ansehen des Handballsports in Kroatien zu nutzen, um grenzüberschreitende Kontakte zwischen Jugendlichen in der Region zu ermöglichen und die deutsche Sprache als Verkehrssprache zu fördern.

So kommen im Rahmen der Veranstaltung dann auch nicht nur die etwa 80 Sportler aus vier Ländern in einen intensiven Kontakt. Denn DSD-Schülerinnen und -Schüler der Mittelschule Zaprešić betreuen die vier Teams, die Besucher und Ehrengäste während des gesamten Turniers: Im Kunstunterricht werden die Medaillen für die Sportler entworfen und gefertigt. Schülerinnen und Schüler der Hotelfachklassen bekochen und bewirten Mannschaften und Gäste. Die ausländischen Spieler und Betreuer übernachten in Zaprešić in Familien. Voraussetzung dafür: „Man spricht Deutsch!“

Blick in die Zukunft

Und so entstehen zahlreiche Kontakte über Grenzen hinweg, die sich als nachhaltig erweisen sollen. Denn im Vorfeld des Turniers konnte bereits ein Netz aus regionaler Politik, aus Kultur, Wirtschaft und Medien geknüpft werden, das diese Veranstaltung zur Werbung für den Handballsport, die deutsche Sprache und die Arbeit für das Deutsche Sprachdiplom (DSD) in Kroatien auch längerfristig unterstützen möchte.

Zahlreiche Sponsoren aus dem deutsch-kroatischen Kontext haben unter anderem mit der Stiftung eines großen Wanderpokals für die Siegermannschaft entscheidend dazu beigetragen, dass mit dem diesjährigen DSD-CUP Zaprešić eine längerfristige Tradition begründet werden kann.

Wiedersehen beim DSD-Turnier 2012

Zukünftig soll das Turnier alljährlich im Herbst stattfinden. Denn es fördert das Profil der Schule, das des DSD-Programms und darüber hinaus das der Stadt Zaprešić und ihrer Region.

So präsentierte sich im November 2011 also nicht nur der Handballsport dem großen Publikum, sondern insgesamt ein schulübergreifendes, interdisziplinäres und internationales Projekt, das Appetit und Lust auf mehr machte. Alle Beteiligten gingen auseinander mit dem Versprechen: „Auf Wiedersehen beim DSD-CUP Zaprešić 2012!“

Datum: 30.11.2011
Quelle: Gerald Hühner (Projektleiter)
Links zum Thema

PASCH-net und Social Media