Archiv 2011

Angekommen in einer unbekannten Welt: Ingolstädter Schüler in Indien


Eine Reise nach Indien ist für viele ein Traum – in ein Land voller Mystik, in dem alles zwischen Tradition und Moderne möglich zu sein scheint. Aus den Medien erfährt man viel über Indien, und doch muss man den Subkontinent einmal selbst gesehen haben, um sich ein genaues Bild machen zu können.

Gemeinsame Projektarbeit

Das taten kürzlich 18 Schüler des Katharinen-Gymnasiums Ingolstadt. Begleitet von ihren Lehrern Maria Kronseder und Florian Schneider flogen sie Mitte Oktober zu einer dreiwöchigen Indisch-Deutschen Schülerbegegnung nach Indien. Ihr Ziel: Greater Noida, etwa 50 Kilometer von der Hauptstadt New Delhi entfernt und seit diesem Jahr für die neue Formel-1-Strecke Buddh International Circuit bekannt.

Seit 2008 besteht die Partnerschaft zwischen dem Gymnasium und der Delhi Public School Greater Noida innerhalb des Programms Indisch-Deutsche Schülerbegegnungen des Goethe-Instituts New Delhi. Es zielt darauf, Schüler für die Herausforderungen der Globalisierung zu sensibilisieren. Während einer gemeinsamen Projektarbeit lernen sie, wie man trotz sprachlicher und kultureller Unterschiede effektiv miteinander arbeiten kann. Durch den Aufenthalt in einer Gastfamilie und das Kennenlernen des fremden Schulsystems bekommen die Ingolstädter den idealen Einblick in die indische Alltags- und Ausbildungskultur.

Für die Zukunft lernen

Ms. Renu Chaturvedi, die gastgebende Direktorin, ist begeistert von dem vom Goethe-Institut koordinierten Austausch. Denn die Chance für die Ingolstädter, in dieser so weit vom vertrauten Zuhause entfernten Welt für die Zukunft zu lernen, ist enorm. Nicht weniger bedeutsam ist die Austauschrunde für die indischen Jugendlichen, die im Frühjahr nach Bayern gereist waren und nun den deutschen Partnern ihre Kultur zeigen können. Als gemeinsames Projektthema wählten das Katharinen-Gymnasium und die DPS Greater Noida dieses Jahr das brandaktuelle Thema „Kernenergie – Segen oder Fluch?“ Mit Vorträgen und empirischer Arbeit, z. B. im Nuclear Science Centre in New Delhi, werden sie sich der Bedeutung und Zukunft der Atomkraft nähern.

Damit die Gäste die kleinen und großen Unterschiede zwischen der deutschen und indischen Kultur im Alltag besser verstehen können, führte Jyoti Sharma, Deutschlehrerin am Goethe-Institut New Delhi, zu Beginn der Schülerbegegnung ein interkulturelles Orientierungsseminar durch. Naturgemäß stellen sich in einem Land, das so anders als Deutschland ist, sofort viele Fragen. Jyoti Sharma zeigte auf, was die Gesellschaft zusammenhält und auf welche kleinen Dinge man in der Gastfamilie achten sollte.

Datum: 18.10.2011
Quelle: Goethe-Institut / Max Mueller Bhavan New Delhi

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