Archiv 2011

Jahresseminar im DAAD-Stipendienprogramm


Rund 190 Geförderte haben vom 17. bis 20. Oktober 2011 am Jahresseminar im DAAD-Stipendienprogramm deutsche Auslandsschulen in Berlin teilgenommen, darunter 124 Neustipendiat/inn/en.

Die Neustipendiaten haben ihr Studium zum Wintersemester 2011/2012 an einer deutschen Hochschule aufgenommen oder absolvieren zunächst ein Jahr Studienkolleg. Sie kommen aus insgesamt 41 Staaten mit regionalen Schwerpunkten in Mittel-, Ost- und Südosteuropa, Lateinamerika, der Gemeinschaft Unabhängiger Staaten (GUS), Südeuropa, Ägypten und der Volksrepublik China. Anlässlich des zehnjährigen Bestehens des Programms nahmen auch 60 Alumni und baldige Absolvent/inn/en und Mentor/inn/en im Programm teil.

Ziele des Programms

Das Programm diente dem persönlichen Kennenlernen und umfasste akademische Einführungen und Vorträge, des weiteren offizielle Begegnungen, Informationen zum DAAD und zu Stipendienbelangen sowie eine Berliner Stadtbesichtigungsrundfahrt für die Neustipendiat/inn/en. Die schon erfahrenere Gruppe nahm an einem Gespräch mit Vertretern des Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK) teil, in dem u.a. über dessen Auslandshandelskammernetzwerk informiert wurde. Für sie gab es außerdem zwei Seminare zu den Themen „Rhetorik“ und „Bewerbungstraining“.

Höhepunkte der Veranstaltung

Protokollarische Höhepunkte waren Besuche im Deutschen Bundestag am 18. Oktober und im Auswärtigen Amt am 19. Oktober. Im Parlament trafen Programmneulinge, Mentor/inn/en und Gäste mit drei Mitgliedern des Unterausschusses für Auswärtige Kultur- und Bildungspolitik zusammen. Die Abgeordneten Harald Leibrecht (FDP), Ursula Schmidt (SPD) und Stefan Liebich (DIE LINKE) diskutierten etwa 75 Minuten lang mit den Stipendiat/inn/en die Ziele der deutschen Wissenschafts- und Kulturaußenpolitik, die Förderung der deutschen Schulen im Ausland und der deutschen Sprache. Auch Fragen zu Staatsangehörigkeit und Zuwanderung wurden gestellt und die aktuelle Finanzkrise erörtert. Rückfragen der Stipendiat/inn/en zu den politischen Laufbahnen der drei Abgeordneten rundeten das Gespräch ab. Eine Neustipendiatin aus Bulgarien bedankte sich für die außergewöhnliche Chance, mithilfe eines DAAD-Stipendiums in Deutschland studieren zu können und zitierte dazu aus einem Gedicht des amerikanischen Dichters Robert Frost.

Besuch im Auswärtigen Amt

Anlässlich des Besuches im Auswärtigen Amt am 19. Oktober schilderten drei Programmabsolventen beispielhaft ihren Weg in verschiedene akademische wie nichtakademische Berufsfelder (Tätigkeit im rumänischen Außenministerium, bei einem Max-Planck-Institut nahe Berlin und im Umweltreferat der ecuadorianischen Hauptstadt Quito). Das anschließende moderierte Gespräch zum Thema "Hat Deutschland eine Willkommenskultur?" leiteten /der Sonderbeauftragte für den Dialog zwischen den Kulturen des Auswärtigen Amts, Dr. Heinrich Kreft, und anschließend die Beauftragte für Außenwissenschaftspolitik, Dr. Anna Prinz. Abschließend fand im Lichthof des Auswärtigen Amts ein Fototermin mit Staatsministerin Cornelia Pieper statt. Akademischer Höhepunkt war der Zentralvortrag von Professor Dr. Hans Müller-Steinhagen, Rektor der Technischen Universität Dresden, zum Thema „Desertec“ – Nachhaltige Energiegewinnung aus der Wüste“. Professor Müller-Steinhagen sitzt dem wissenschaftlichen Beirat des Projektes vor.

Datum: 27.10.2011
Quelle: Deutscher Akademischer Austauschdienst (DAAD)

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