Archiv 2011

Riga: Rolf Zuckowski führt die „Vogelhochzeit“ mit jungen Deutschlernern auf


Lampenfieber in der Staatsoper in Riga: 80 lettische Schülerinnen und Schüler im Alter von fünf bis zehn Jahren führten am 1. Oktober unter der Leitung von Rolf Zuckowski „Die Vogelhochzeit“ auf.

Der bekannte Liedermacher und Komponist Rolf Zuckowski war zu diesem Anlass extra nach Lettland gereist. Drei Tage lang führte er mehrstündige Workshops an verschiedenen Schulen durch, deren Schülerinnen und Schüler zuvor mit ihren Deutsch-, Musik- und Kunstlehrerinnen und –lehrern einzelne Passagen des Singstücks einstudiert hatten. Dank Zuckowski erhielten sie den letzten Schliff. Musikalisch begleitet wurden die jungen Sänger und Tänzer von einem kurzfristig aus Schülern von Sprachdiplomschulen rekrutierten Orchester.

Dann war es soweit: Mehr als dreihundert Zuschauer füllten den Saal bis auf den letzten Platz. Die Mitglieder des Orchesters harmonierten, als hätten sie schon ewig zusammen gespielt und die teilnehmenden Schülerinnen und Schüler begeisterten mit ihren musikalischen Leistungen und ihren Tanzbeiträgen das Publikum. Nach der Aufführung waren sich alle Beteiligten einig: Die monatelange Vorbereitung hatte sich gelohnt und die Aufführung hatte gezeigt, zu welchen Leistungen junge Deutschlerner in Lettland fähig sind. Alle Lieder wurden in der Fremdsprache Deutsch gesungen und nur der Erzähltext wurde für die Zuschauer in die Landessprache übersetzt.

Werbung für Deutsch

Ziel des Projektes war es, dem zunehmenden Rückgang der Deutschlernerzahl in Lettland entgegenzuwirken und mit einer attraktiven Großveranstaltung mit entsprechender Breitenwirkung für das Erlernen der deutschen Sprache zu werben. „Hinsichtlich des Alters der Schüler wollten wir mit diesem Projekt gerade die Zielgruppe ansprechen, deren Wahl der ersten bzw. zweiten Fremdsprache unmittelbar bevorsteht“, erklärt Holger Dähne, Fachberater der Zentralstelle für das Auslandsschulwesen (ZfA) in Riga.

Im April 2011 hatten sich die Deutsche Botschaft in Riga, die ZfA, das Goethe-Institut und der lettische Deutschlehrerverband zu diesem Projekt zusammengefunden. Holger Dähne ist sehr zufrieden: „Bei der gelungenen Aufführung der „Vogelhochzeit“ hat es sich um eine erfolgreiche Zusammenarbeit verschiedener Akteure auf dem Feld der Auswärtigen Kultur- und Bildungspolitik in Lettland gehandelt. Unser gemeinsames Ziel, eine attraktive Werbung für das Erlernen der deutschen Sprache auf die Beine zu stellen, hat uns zusammengeführt, um in Bündelung unserer jeweiligen Kompetenzen ein derartiges Großprojekt zu realisieren, das eine Institution allein nicht hätte leisten können“.

Die Zentralstelle für das Auslandsschulwesen (ZfA) des Bundesverwaltungsamtes betreut in Lettland 15 Sprachdiplomschulen. Davon waren zwei an diesem Projekt beteiligt. Die ZfA verstärkt eine qualitätsorientierte Schulentwicklung und unterstützt die Gründung neuer Schulen mit deutschem Profil. Sie berät lokale Schulen beim Aufbau des Deutschunterrichts und bei der Einführung deutscher Schulabschlüsse nach internationalen Standards.

Datum: 26.10.2011
Quelle: Zentralstelle für das Auslandsschulwesen (ZfA)

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