Archiv 2011

Erste Regionale Fortbildungsveranstaltung der ZfA in Minsk


Zum ersten Mal hat ein Regionales Fortbildungsseminar (ReFo) der Zentralstelle für das Auslandsschulwesen (ZfA) in Belarus stattgefunden. Im Fokus stand der Rahmenplan ‚Deutsch als Fremdsprache’.

Das Seminar fand vom 10. bis zum 12. Oktober 2011 statt. „Minsk ist Hauptstadt eines Landes mit 145.000 Deutschlernern und 2.500 Deutschlehrern“, hob Peter Dettmar, stellvertretender Botschafter in Minsk, während der Seminareröffnung hervor. Minsk sei daher ein gut geeigneter Standort für ein länderübergreifendes Weiterbildungsseminar der ZfA. Das bestätigen auch der Fachberater für Deutsch in Minsk, Werner Lieberknecht, und der für diese Region zuständige ReFo-Koordinator und Fachberater in Riga, Holger Dähne, die das Seminar vor Ort vorbereitet haben. Die 28 teilnehmenden Deutschlehrerinnen und Deutschlehrer kamen von Sprachdiplomschulen aus Estland, Lettland, Litauen, dem Gebiet Kaliningrad (Russland) und Belarus.

Instrument zur Qualitätsentwicklung

Die Umsetzung des 2009 verabschiedeten Rahmenplans DaF für den Unterricht war Ausgangspunkt für das Seminarprogramm. Dabei zeigten sich länderspezifische Unterschiede. In den baltischen Ländern ist es teilweise schon Praxis, dass Lehrer selbstständig schulinterne Arbeitspläne anhand des Rahmenplanes ausarbeiten, für Kaliningrad und Belarus gilt eher ein staatlich festgelegter Lehrplan. Unter Berücksichtigung der nationalen Lehrpläne und des Rahmenplans erarbeiteten die Deutschlehrerinnen und Deutschlehrer Bausteine für schulinterne Arbeitspläne. Für ein konkretes Anwendungsbeispiel, wie der Rahmenplan DaF an den Sprachdiplomschulen umgesetzt werden kann, wählte Lieberknecht für das Seminar den Aspekt des kreativen Schreibens.

Der DaF-Unterricht an den von der ZfA betreuten 140 Deutschen Auslandsschulen sowie an den 870 Sprachdiplomschulen weltweit basiert seit Ende 2009 auf einer neuen Grundlage: dem Rahmenplan ’Deutsch als Fremdsprache’. Der von einer Expertenkommission entwickelte Rahmenplan beschreibt die zu erwerbenden Kompetenzen der Schüler und stellt darüber hinaus ein Modell für die Entwicklung von schulinternen Curricula dar. Er ist in didaktisch-methodischer Hinsicht insgesamt als ein zentrales Instrument zur Qualitätssicherung und –entwicklung zu verstehen, indem er transparente und vergleichbare Verfahren zur Schul- und Unterrichtsentwicklung unterstützt.

In Belarus betreut die Zentralstelle für das Auslandsschulwesen (ZfA) des Bundesverwaltungsamtes im Auftrag des Auswärtigen Amts und unter Mitwirkung der Länder fünf Sprachdiplomschulen. Die ZfA verstärkt die qualitätsorientierte Schulentwicklung und unterstützt die Gründung neuer Schulen mit deutschem Profil. Sie berät lokale Schulen beim Aufbau des Deutschunterrichts und bei der Einführung deutscher Schulabschlüsse nach internationalen Standards.

Datum: 26.10.2011
Quelle: Zentralstelle für das Auslandsschulwesen (ZfA)

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