Archiv 2011

Christian Wulff: „Auf die Lehrerinnen und Lehrer kommt es an!“ – Galabov-Schüler beim Bundespräsidenten


Einen Höhepunkt besonderer Art erlebten drei Schülerinnen und Schüler und zwei Lehrerinnen des Galabov-Gymnasiums aus Sofia. .

Sie waren am 5. Oktober zu Gast beim Bundespräsidenten im Berliner Schloss Bellevue. Der Anlass: Die Jugendlichen gewannen bei einem Aufsatzwettbewerb des Bundespräsidenten zum Lehrertag.

„Unsere Idee war, Schülerinnen und Schüler anzuregen, einmal aufzuschreiben, warum eine bestimmte Lehrerin oder ein bestimmter Lehrer ein Vorbild für sie geworden ist“, schilderte Bundespräsident Christian Wulff in seiner Ansprache die Hintergründe zum Wettbewerb. „Aus den Einsendungen wurden von einer Jury, die vor allem aus Schülern, Eltern und Lehrern bestand, die eindruckvollsten ausgewählt und die jeweiligen Schüler-Lehrer-Paare heute hierher eingeladen.“

Selten: Treffen mit Präsidenten

Aus insgesamt 140 Einsendern waren die vierzig erfolgreichsten Essay-Autoren ausgewählt worden. Zusammen mit ihren als Vorbild beschriebenen Lehrkräften waren sie zum Lehrertag nach Berlin angereist. Die meisten Aufsätze stammten dabei von Schulen aus Deutschland, aber auch vier Schüler Deutscher Auslandsschulen wurden ausgewählt: Neben einem Schüler der Deutschen Schule Madrid hatten auch zwei Schülerinnen und ein Schüler des Galabov-Gymnasiums Sofia mit ihren Aufsätzen die Auswahlkommission überzeugt.

Überglücklich war Ekaterina Latinova, deren Essay nach nur neun Monaten Deutschunterricht in der Vorbereitungsklasse gewählt worden war: „Ich war wirklich froh, spürte aber auch Nervosität, die bevorstehende Reise nach Deutschland anzutreten. Wissen Sie, ich treffe mich nicht so oft mit Präsidenten.“

Das Treffen fand im Rahmen einer Matinée statt, bei der der Bundespräsident die Rolle des Lehrers in unserer heutigen Gesellschaft mit all ihren Höhen und Tiefen unterstrich. Giovanni di Lorenzo, selbst ehemaliger Auslandsschüler, und der Journalist und Schriftsteller Axel Hacke lasen aus ihrem Buch „Wofür stehst Du? Was in unserem Leben wichtig ist – Eine Suche“, und regten zum Nachdenken an.

Bereichernder Lehrerberuf

Im Anschluss nahmen Gergana Taskova und ihre Lehrerin, Sybille Schabanska, neben vier weiteren Schüler-Lehrer-Tandems, an einer Diskussion mit dem Bundespräsidenten teil. Die Moderation übernahm Johannes B. Kerner, einer der bekanntesten deutschen Fernsehmoderatoren. „Selbst als Lehrerin erlebte ich Lampenfieber“, berichtete Schabanska. „Dass unsere Arbeit von den Schülern in ihren Wettbewerbsbeiträgen gewürdigt wurde, bedeutet zusätzliche Motivation und macht bewusst, wie bereichernd der Lehrerberuf sein kann.“

Dzhiovani Aleksandrov war überrascht: „Der Bundespräsident begrüßte uns und wusste sogar, wie unsere Schule heißt. Wir waren alle erstaunt, als er das Galabov-Gymnasium mit Namen nannte und als eine der besten Auslandsschulen bezeichnete.“ Präsident Wulff weiß: „Auf die Lehrerinnen und Lehrer kommt es an!“ Und natürlich auf die Schülerinnen und Schüler.

Die Deutsche Abteilung des Galabov-Gymnasiums in Sofia gehört zu den 140 Deutschen Auslandsschulen, die von der Zentralstelle für das Auslandsschulwesen (ZfA) des Bundesverwaltungsamtes im Auftrag des Auswärtigen Amts und unter Mitwirkung der Länder personell, finanziell und pädagogisch betreut werden. Die ZfA verstärkt die qualitätsorientierte Schulentwicklung und unterstützt die Gründung neuer Schulen mit deutschem Profil. Sie berät lokale Schulen beim Aufbau des Deutschunterrichts und bei der Einführung deutscher Schulabschlüsse nach internationalen Standards.
Datum: 18.10.2011
Quelle: Rolf Kruczinna, SL Dt. Abt. Galabov-Gymnasium

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