Archiv 2011

„Jugend debattiert China“ – Basistraining für chinesische Deutschlehrkräfte in der ZfA


Im Oktober fand in der Zentralstelle für das Auslandsschulwesen (ZfA) ein Basistraining „Jugend debattiert“ für chinesische Deutschlehrer verschiedener Sprachdiplomschulen statt. Tim Wagner, Mitbegründer von „Jugend debattiert“, bildete sie fort.

Hintergrund ist ein erfolgreiches Pilotprojekt, das im Schuljahr 2010/11 an Schulen in China stattfand, die das Deutsche Sprachdiplom (DSD) der Kultusministerkonferenz anbieten. Aufgrund des sehr positiven Verlaufs soll an diesen Schulen nun ein Debattierwettbewerb etabliert werden. Er wird den Regeln von „Jugend debattiert“ folgen und in drei Phasen durchgeführt: schulintern, regional und national mit einem Landesfinale in Peking. Finanziert wird das Projekt von der Stiftung Mercator (www.stiftung-mercator.de).

Anders als beim Wettbewerb „Jugend debattiert international“, an dem sich seit dem Jahr 2005 DSD-Schulen aus Ost- und Mitteleuropa beteiligen, ist „Jugend debattiert China“ speziell auf die mittlerweile 40 DSD-Schulen Chinas ausgerichtet. Voraussetzung ist, dass sich die Teilnehmer in der Vorbereitung zum DSD II befinden, mit dem sie den sprachlichen Nachweis für ein Hochschulstudium in Deutschland erbringen. Schüler der vom Goethe-Institut betreuten FIT-Schulen können sich ebenfalls qualifizieren, solange sie mindestens Sprachniveau B2 des europäischen Referenzrahmens beherrschen. Im ersten Jahr sollen u.a. Klimathemen und interkulturelle Themen diskutiert werden.

Kritische Auseinandersetzung mit kontroversen Themen

„Ziel ist es, den Schülerinnen und Schülern eine Streitkultur nahe zu bringen, bei der es darauf ankommt, Auseinandersetzungen um kontroverse Themen mit den Mitteln der Argumentation, der sachlichen Überzeugung und anschaulicher Beispiele zu bewältigen“, erklärt Mechthild Spiegel, Fachberaterin der ZfA in China. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer müssen Themen sachlich recherchieren, klar und strukturiert präsentieren und dabei überzeugend auf Deutsch formulieren. Die Fachberaterin ist sich daher sicher, dass der Wettbewerb „die Schülerinnen und Schüler auch in ihrer Vorbereitung auf die DSD II-Prüfung stark unterstützt.“ Auch die Netzwerkbildung zwischen verschiedenen Klassen, Schulen und Städten in China werde gefördert.

Mit dem Basisseminar in Köln war Spiegel sehr zufrieden: „Ich bin sehr glücklich über diesen großen Erfolg. Die Teilnehmer waren engagierte und unermüdliche Debattanten, die die erlernten Methoden nun ihren Schülern vermitteln können.“ Auch die Lehrerinnen und Lehrer waren begeistert: "Das Seminar hat mir sehr gut gefallen. Sehr professionell und man kann dabei viel lernen. Wunderbar!", so eine Lehrkraft aus Chengdu.

Datum: 17.10.2011
Quelle: Zentralstelle für das Auslandsschulwesen (ZfA)

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