Archiv 2011

Solaranlage an der Deutschen Schule Tokyo Yokohama

Knapp ein halbes Jahr nach der Atomkatastrophe in Japan setzt die Deutsche Schule Tokyo Yokohama (DSTY) ein Zeichen: Pünktlich zum neuen Schuljahr hat die Schule eine Solaranlage eingeweiht und leistet so einen Beitrag zur Energiewende.

Ermöglicht wurde dies durch die großzügige Spende des Solarvereins Erlangen, das Engagement ihres Vorsitzenden, des Erlanger Physikprofessors Dr. Martin Hundhausen, sowie durch die Unterstützung eines Liechtensteiner Unternehmens. So konnte die 2,4-Kilowatt-Photovoltaik-Anlage in Übereinstimmung mit japanischen Bauvorschriften auf dem Schuldach installiert werden.

Damit leistet die DSTY einen wichtigen ökologischen Beitrag zur auch in Japan viel diskutierten Energiewende. Ein Display am Schuleingang und die Homepage der DSTY zeigen die aus Sonnenenergie hergestellte Strommenge sowie die vermiedene CO2 Menge an.

Nicht nur der ökologische Nutzen ist groß, auch der Katastrophenschutz wird deutlich verbessert. „Bereits jetzt macht der Solarstrom die Schule in Yokohama zu einem kleinen, aber entscheidenden Teil unabhängig vom Energiekonzern TEPCO“, sagt Schulleiter Dr. Michael Szewczyk. Bis zu 20 Computer oder Mobiltelefone können damit versorgt werden. Gerade darin zeigt sich ein bedeutsamer Vorteil für die Kommunikationsfähigkeit bei einer schweren Katastrophe, wie sie sich am 11. März 2011 in Japan ereignet hat.

Die Anlage dient zudem als Referenzobjekt für andere Institutionen und Unternehmen. Und auch im Unterricht lassen sich die Solaranlagen didaktisch-methodisch nutzen, um Schülerinnen und Schüler einen künftigen Weg zum energiebewussteren Leben aufzuzeigen. Sowohl für sie als auch für die Eltern ist es gut zu wissen, dass die DSTY auch in diesem Bereich innovativ und verlässlich arbeitet.

Die Deutsche Schule Tokyo Yokohama gehört zu den 140 Deutschen Auslandsschulen, die das Bundesverwaltungsamt – Zentralstelle für das Auslandsschulwesen (ZfA) – betreut. Die ZfA verstärkt die qualitätsorientierte Schulentwicklung und unterstützt die Gründung neuer Schulen mit deutschem Profil. Sie berät lokale Schulen beim Aufbau des Deutschunterrichts und bei der Einführung deutscher Schulabschlüsse nach internationalen Standards.

07.09.2011
Quelle: Zentralstelle für das Auslandsschulwesen (ZfA)
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