Archiv 2011

UNESCO zeichnet PASCH-Projekt aus

In einem durch die UNESCO ausgezeichneten deutsch-indischen Umweltprojekt übernehmen Schülerinnen und Schüler in beiden Ländern eine wissenschaftlich begleitete Partnerschaft über ein Gebiet ihrer Stadt.

Das Zentrum für Umweltforschung und nachhaltige Umwelttechnologien der Universität Bremen startete zusammen mit dem Goethe-Institut Bangalore, Indien diese Initiative, an der 36 Schulen, bei denen es sich überwiegend um PASCH-Schulen handelt, beteiligt sind. Kaum begonnen wurde das Projekt gleich als Beitrag zum UN-Dekadenprojekt 2011/2012 der Weltdekade der Vereinten Nationen anerkannt. Die internationale Initiative verfolgt das Ziel, die Prinzipien nachhaltiger Entwicklung weltweit in der Bildung zu verankern. Aus diesem Grund haben sie die Jahre 2005 bis 2014 zur Weltdekade „Bildung für nachhaltige Entwicklung" erklärt. Ungewöhnlich an dieser Auszeichnung ist, dass ein relativ junges Projekt wie „Greening für Goethe“ so schnell nach dem Start berücksichtigt wird.

Mitgestalten der eigenen Gegenwart und Zukunft

Beteiligt sind neben Schulklassen in unterschiedlichen Altersstufen auch Wissenschaftler beider Länder. Mit Hilfe der Bremer und der indischen Wissenschaftler erforschen die Schülerinnen und Schüler den Umweltzustand in ihrem Areal und übernehmen damit zum ersten Mal bewusst Verantwortung für das Leben in ihrem Stadtteil und ihrer Stadt. Die indischen und deutschen Jugendlichen können "vor der eigenen Haustür" erleben, dass es dabei um ihre eigene Gegenwart und Zukunft geht, die sie auf einmal mit gestalten durften.

Patenschaft für den ausgewählten Stadtteil

In einer Vorphase des Projekts hatten die indischen PASCH-Schulen im Juni ein Gebiet in ihrer Stadt identifiziert, für das sie eine Umweltpatenschaft und ein Forschungsprojekt übernahmen und Projektbeschreibungen beim Goethe-Institut Bangalore einreichten. Umweltwissenschaftler an der Universität Bremen bearbeiteten die Anträge und gaben Tipps und Hinweise für die in diesem Monat anschließende Forschungsphase, die den Beginn des Projekts markierte. Die PASCH-Schülerinnen und -Schüler erforschen in dem ausgewählten Gebiet der jeweiligen Stadt den Umweltzustand und übernehmen eine Patenschaft für das Areal. Das Projekt wird spiegelbildlich auch an deutschen Schulen durchgeführt. Anschließend wird an den Schulen ein Umweltbericht über das erforschte Gebiet erstellt.

Internationale Umweltkonferenz

Im Dezember 2011 werden die jungen Forscherinnen und Forscher zu einer internationalen Umweltjugendkonferenz in Bangalore eingeladen. Dort werden sie ihre Projekte vorstellen und einen Ideenkatalog zum Klima- und Umweltschutz der beteiligten Gebiete entwickeln. Ein Jahr später soll ein Resumée darüber gezogen werden, was sich an dem Patengebiet verändert hat. „Mit diesem Schulprojekt wollen wir einerseits die Schüler für umweltbezogene Wissenschaften interessieren und andererseits die Klimabilanz verbessern“, erklärt Dr. Anne Schönhagen, Leiterin der Spracharbeit des Goethe-Instituts/Max Mueller Bhavan Bangalore. Begleitend zu dem Projekt wird auf www.pasch-net.de eine interaktive Plattform für die jungen Forschenden und Klimaschützerinnen und -schützer bereit gestellt.

26.08.2011
Quelle: Goethe-Institut e.V.

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