Archiv 2011

PASCH-Jugendcamp in Kasachstan

30 PASCH-Schülerinnen und Schüler widmeten sich im PASCH-Jugendcamp in Kokschetau vier Tage lang der deutschen Sprache und dem Thema Umweltproblematik.

Das diesjährige PASCH-Jugendcamp in Kokschetau stand unter dem Motto „Meine Umwelt und ich“. Vier Tage lang erlebten die 30 Teilnehmenden einen Deutschkurs der ganz besonderen Art. Die dritte Etage der PASCH-Schule Tandau wurde zum „Deutsch-Stockwerk“. In den Klassenräumen konnten die Lerngruppen intensiv arbeiten, auf dem Flur fanden Sprach- und Bewegungsspiele statt. Betreut wurden die Jugendlichen, die seit circa zwei Jahren Deutsch lernen, von Mitarbeiterinnen der Goethe-Institute Taschkent und Almaty, dem Sprachlernzentrum Astana, der Expertin für Unterricht aus Astana sowie der Deutschlehrerin der PASCH-Schule Tandau. Diese fünf sorgten dafür, dass die offene und schülerzentrierte Arbeitsform des Kurses gelingen konnte.

Erarbeiten von Präsentationen

Die Jugendlichen standen nicht nur vor der Herausforderung ihre Deutschkenntnisse aktiv umzusetzen, sondern mussten auch in einer Mischung aus Spracharbeit, Vokabeltraining und inhaltlichen Erörterungen in ihren Gruppen einen Themenschwerpunkt setzen. Zusätzlich bereiteten die Deutschlernenden Präsentationen vor, deren Form und Gestaltung sie eigenverantwortlich in den Gruppen erarbeiteten. Den Lehrerinnen gelang es, unter anderem durch Grammatikspiele, bei den Teilnehmenden die eigenständige Kommunikation auf Deutsch zu fördern.

Annäherung an die Umweltthematik

Inhaltlich näherten sich die Jugendlichen der Umweltthematik auf verschiedene Art an. So konnte eine Gruppe in einer Umfrage zum Verhalten der Bewohner bei Mülltrennung den Widerspruch zwischen den Aussagen der Befragten und den tatsächlichen Gegebenheiten aufzeigen.Auch in Rollenspielen, selbst getexteten Liedern und selbst gedrehten Filmen standen verschiedene Umweltprobleme im Mittelpunkt.

Großer Erfolg des Jugendcamps

Zur fast einstündigen Präsentation am Ende des Jugendcamps kamen viele Eltern, Deutschlehrerinnen anderer Schulen, ein Vertreter des Fortbildungsinstituts und der Direktor der PASCH-Schule. Alle waren, unabhängig davon ob sie Deutsch verstanden oder nicht, begeistert von den Ergebnissen. Der Erfolg zeigte, dass das Sommercamp ein gelungener Versuch war, Deutschlernende handlungsorientiert in Kombination mit Sprachspielen und viel eigenständiger Gruppenarbeit zu freiem Sprechen und Kommunizieren auf Deutsch zu animieren.

Aufgrund der großen Erfolge des diesjährigen Kurses und des PASCH-Jugendcamps 2010 in Astana sollen in den kommenden Jahren ähnliche Camps auch an den PASCH-Standorten Pavlodar, Karaganda und Almaty durchgeführt werden.

02.08.2011
Quelle: Goethe-Institut e. V.

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