Archiv 2011

Multinationales Deutschcamp in Lettland

Ein Mädchen steht vor dem Gästehaus in Rakari mit Abschiedstränen in den Augen und winkt. Drei erlebnisreiche Tage haben sie und 49 weitere Schüler aus Ostseeanrainerstaaten im Nordwesten Lettlands erleben dürfen.

Gemeinsam ist allen Teilnehmern, dass sie Schulen mit erweitertem Deutschunterricht besuchen, die Teil der vom Auswärtigen Amt initiierten Partnerschulinitiative (PASCH) sind. Die Kommunikationssprache der Veranstaltung in Lettland war daher natürlich Deutsch, oberstes Lernziel „ganz nebenbei“ die Vorbereitung auf das Deutsche Sprachdiplom (DSD), Stufe II, das zum Studium in Deutschland berechtigt.

Internationale Lerngemeinschaft

In internationalen Teams beschäftigten sich die Schülerinnen und Schüler der Ostsee-Anrainerstaaten intensiv mit ihrer Region: „Ist die Ostsee noch zu retten? (Eutrophierung)“, „Sollten Offshore-Windparks in der Ostsee gebaut werden?“ In Workshops wurden Grundlagen in Argumentation, Grafik, Präsentationstechniken, Recherche und Rhetorik vermittelt. Nach zweitägiger intensiver Gruppenarbeit präsentierten die Schülerinnen und Schüler am letzten Tag ihre Ergebnisse.

„Das PASCH-Ziel, eine internationale Lerngemeinschaft zu bilden, konnten wir erreichen“, freut sich Organisator Holger Dähne, Fachberater der Zentralstelle für das Auslandsschulwesen (ZfA), der das DSD-Programm in Lettland betreut. Dass das Konzept funktioniert hat, zeigte sich auch am Abschlussabend. Für eine „Talent-Show“ fanden sich spontan international gemischte Gruppen zusammen.

Lehrkräfte aus allen beteiligten Ländern dieses Ostseeprojektes waren für das straffe Arbeitsprogramm zuständig. Auch drei in Lettland eingesetzte deutsche Kulturweit-Freiwillige sorgten zwischen den Arbeitsphasen und an den Abenden mit viel Phantasie und Energie für Spiel und Spaß. „Das dritte multinationale Sprachcamp in Rakari war für Schüler, Lehrer und Kulturweit-Freiwillige eine weitere rundherum gelungene Veranstaltung des PASCH-Ostseeprojektes und ein voller Erfolg“, resümiert ZfA-Fachberater Holger Dähne.

Weltweit betreut die Zentralstelle für das Auslandsschulwesen (ZfA) des Bundesverwaltungsamtes 870 Sprachdiplomschulen. Die ZfA verstärkt die qualitätsorientierte Schulentwicklung und unterstützt die Gründung neuer Schulen mit deutschem Profil. Sie berät lokale Schulen beim Aufbau des Deutschunterrichts und bei der Einführung deutscher Schulabschlüsse nach internationalen Standards.

06.07.2011
Quelle: Zentralstelle für das Auslandsschulwesen, FBK Holger Dähne aus Lettland

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