Archiv 2011

ZfA-Tagung in Chicago: DaF-Lehrkräfte an Samstagsschulen tauschen sich aus

Chicago: 65 Lehrkräfte für Deutsch als Fremdsprache (DaF) an deutschen Samstagsschulen in den USA haben an der 10. Juni-Tagung der ZfA teilgenommen.

Am Pfingstwochenende trainierten sie in Chicago die Kompetenz „Schreiben“, um diese im Unterricht noch besser vermitteln zu können. „Es ist gut, dass Sie hier sind“, motivierte gleich zu Beginn der deutsche Generalkonsul in Chicago, Onno Hückmann: „Deutsch hat in dieser Stadt einen schweren Stand, hier gilt es inzwischen als schick, Mandarin zu lernen.“ Die versammelten Lehrkräfte unterrichten allerdings nicht nur im Großraum Chicago, sondern kamen aus weiten Teilen der USA zur Tagung im Goethe-Institut (GI) zusammen. „Die Ergebnisse der letzten beiden DSD-Prüfungen waren an den Samstagsschulen hervorragend“, lobte Tagungsleiter Gert Wilhelm, ZfA-Fachberater USA Midwest, bei der Begrüßung. Er nutzte die Gelegenheit, sich bei Generalkonsul Hückmann und Dr. Katja Fullard vom Goethe-Institut für die „hervorragende Zusammenarbeit in den letzten Jahren“ zu bedanken.

Unermüdliches Werben für die deutsche Sprache

Der Ausklang des ersten Abends stand im Zeichen des intensiven Austausches unter den sehr engagierten Kolleginnen und Kollegen, die mit ihrer Arbeit unter teils schwierigen Bedingungen in einem umkämpften Markt unermüdlich für die deutsche Sprache werben. Neue Lehrkräfte profitierten von den Gesprächen genauso wie langjährige Kenner der Szene. Dass all diese Bemühungen nicht ohne Erfolg bleiben, zeigt beispielsweise die gute Entwicklung der Initiative „Schulen: Partner der Zukunft“ (PASCH) in den USA, die Dr. Eva Marquardt vom GI New York vorstellte. Alle waren sich aber einig, dass sich die Sprach- und Kulturmittler noch besser vernetzen müssen. Viel Anklang fand der PASCH-Film, der anschaulich die Tragweite von PASCH darstellte.

In neun Workshops, von denen die Teilnehmer jeweils vier besuchen konnten, wurde intensiv zum Thema „Schreiben im DaF-Unterricht“ gearbeitet. Als Workshopleiter waren die ZfA-Fachberater aus Los Angeles, Portland, Toronto, Edmonton und Mexiko-Stadt angereist. Auch Lehrerinnen und GI-Mitarbeiter in Chicago gaben ihre Erfahrungen und praxiserprobten Tipps weiter. Dieter Jaeschke, ZfA-Fachberater in Mexiko, stellte den neuen „DaF-Rahmenplan der Zentralstelle für das Auslandsschulwesen“ vor. Der Rahmenplan enthält eine Fülle von didaktisch-methodischen Anregungen, um schuleigene Lehrpläne an den erwünschten Sprachkompetenzen auszurichten und die Schülerschaft so optimal auf die Anforderungen des Deutschen Sprachdiploms (DSD) vorzubereiten.P>

Etwas Wehmut kam noch einmal zum Tagungsende auf. Denn nicht nur Gert Wilhelm wird Chicago verlassen, auch Elke Rühl, ZfA-Fachberaterin in Portland, wird nach dreijährigem Einsatz in Oregon zum nächsten Schuljahr in den Schuldienst von Nordrhein-Westfalen zurückkehren. Frank Müller, ZfA-Fachberater in Washington DC, wird auf eine Schulleitungsposition nach Hamburg wechseln. An die Fluktuation haben sich die Samstagsschullehrer inzwischen schon gewöhnt. Birgit Zirner-Heulmanns aus Charlotte, North Carolina: „Kaum hat man einen Fachberater lieb gewonnen, geht er auch schon wieder…“.

In Nordamerika betreut die Zentralstelle für das Auslandsschulwesen (ZfA) des Bundesverwaltungsamtes 105 DSD-Schulen. Die ZfA verstärkt die qualitätsorientierte Schulentwicklung und unterstützt die Gründung neuer Schulen mit deutschem Profil. Sie berät lokale Schulen beim Aufbau des Deutschunterrichts und bei der Einführung deutscher Schulabschlüsse nach internationalen Standards.

21.06.2011
Quelle: Zentralstelle für das Auslandsschulwesen

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