Archiv 2011

Feierliche Angelegenheit: Sprachdiplomübergabe im schönsten Festsaal Lettlands

Die Übergabe der insgesamt 90 Deutschen Sprachdiplome (DSD) an lettische Schülerinnen und Schüler fand am 6. Mai in Riga statt.

Der lettische Bildungsminister Rolands Broks und der deutsche Botschafter Dr. Klaus Burkhardt gratulierten den Absolventen der DSD-Schulen. In der beeindruckenden Atmosphäre des historischen Saales des Schwarzhäupterhauses unterstrich der deutsche Botschafter die Bedeutung des Deutschen Sprachdiploms (DSD) der Kultusministerkonferenz. Er wies darauf hin, dass Sprachen Eintrittskarten in andere Kulturräume seien, die beim Aufbau interkultureller Beziehungen helfen würden und zudem Freundschaften entstehen ließen. Die DSD-Absolventen seien mit ihren nachgewiesenen Sprachkenntnissen im Kommunikationszeitalter bestens vorbereitet, Antworten auf globale Herausforderungen zu finden und als Mittler zwischen Gesellschaften und Kulturen zu wirken.

Der lettische Bildungsminister stellte die positive Entwicklung der deutsch-lettischen Zusammenarbeit heraus. Er ließ es sich nicht nehmen, den Absolventen persönlich die Urkunden zu überreichen und ihnen die besten Wünsche für ihren weiteren Ausbildungsgang mit auf den Weg zu geben. Der in Riga tätige Fachberater der Zentralstelle für das Auslandsschulwesen (ZfA) des Bundesverwaltungsamtes, Holger Dähne, würdigte besonders die Schulleiterinnen und Schulleiter der Sprachdiplomschulen sowie die Lehrerinnen und Lehrer, die die Vorbereitungen für diese Prüfung vorrangig geleistet hätten. Er unterstrich die Bedeutung der erworbenen Kompetenzen gerade auch für ein folgendes Studium, das viele lettische DSD-Absolventen zumindest teilweise in Deutschland absolvieren wollen.

Hervorragende Deutschkenntnisse

„Die Schüler haben in den Prüfungen nicht nur solide und zum Teil hervorragende Deutschkenntnisse nachgewiesen, sie haben auch gelernt, in Projekten zu arbeiten, ein Thema selbstständig aufzubereiten und zu präsentieren,“ resümiert Dähne. „Auch Teamarbeit und die Fähigkeit, die Leistung der Anderen anzuerkennen und zu schätzen, sind Schlüsselkompetenzen, die im Zuge der DSD-Stunden gefordert und gefördert wurden“, so der Fachberater. Neben den Schülerleistungen beeindruckte auch der Veranstaltungsort der diesjährigen Diplomfeier die insgesamt 200 Gäste: der prachtvolle Festsaal des Schwarzhäupterhauses, das im 14. Jahrhundert der wichtigste öffentliche Raum der Rigaer Bürgerschaft war und heute als eine der Hauptattraktionen der historischen Altstadt gilt.

In Lettland betreut die Zentralstelle für das Auslandsschulwesen (ZfA) des Bundesverwaltungsamtes im Auftrag des Auswärtigen Amts und unter Mitwirkung der Länder elf Sprachdiplomschulen. Die ZfA verstärkt die qualitätsorientierte Schulentwicklung und unterstützt die Gründung neuer Schulen mit deutschem Profil. Sie berät lokale Schulen beim Aufbau des Deutschunterrichts und bei der Einführung deutscher Schulabschlüsse nach internationalen Standards.

19.05.2011
Quelle: ZfA

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