Archiv 2011

BIDS: Netzwerkprogramm zwischen PASCH-Schulen und deutschen Hochschulen wird fortgesetzt

Anfang Mai erfolgte der Startschuss für die zweite Runde der „BetreuungsInitiative Deutsche Auslands- und PartnerSchulen“ (kurz: BIDS II).

Damit findet die erfolgreiche erste Phase von BIDS, 2008 begonnen und Ende 2010 ausgelaufen, ihre Fortsetzung. BIDS unterstützt deutsche Fachhochschulen, Universitäten und Technische Universitäten dabei, Netzwerke zu PASCH-Schulen im Ausland aufzubauen und deren Absolvent/inn/en einen erleichterten Übergang zum Studium in Deutschland zu bieten. Dazu zählen eine intensive Information und Betreuung bereits an der Schule und vor allem in den ersten beiden Semestern. BIDS II hat als Kernelemente Probestudienwochen für fortgeschrittene Schülerinnen und Schüler sowie sogenannte Motivationsstipendien für das erste Studienjahr.

Probestudienwochen und Motivationsstipendien

Mittel für Probestudienwochen geben Hochschulen die Möglichkeit, abschlussnahe Schülerinnen und Schüler ihrer Partnerschulen für ein ein- bis zweiwöchige Schnupperstudienaufenthalte zu sich einzuladen. Sie lernen so die Hochschule kennen, besuchen Bibliotheken, Seminare und Vorlesungen an Fachbereichen oder Fakultäten und – natürlich – auch die Mensa. Erfahrungsaustausche mit Studierenden, die ebenfalls von einer PASCH-Schule kommen und das Studium bereits an der jeweiligen Hochschule aufgenommen haben, dürfen selbstverständlich nicht fehlen. Immer dabei sind zudem die BIDS-Ansprechpartner aus Akademischen Auslandsämtern und Internationalen Büros. Motivationsstipendien vergeben die Hochschulen in eigener Verantwortung an besonders geeignete Absolventinnen und Absolventen der jeweiligen Partnerschulen. Sie sind meist mit 300 Euro pro Monat dotiert und können für maximal zwei Semester vergeben werden.

Mit der finanziellen Unterstützung von Motivationsstipendien und Probestudienwochen knüpft der DAAD an die besonders erfolgreichen Instrumenten aus der ersten Förderphase von BIDS an. Neu an BIDS II ist, dass sich die Hochschulen zu 50 Prozent an den Kosten beteiligen müssen. Der DAAD stellt rund 230.000 Euro zur Verfügung, die von den geförderten Hochschulen um den gleichen Betrag ergänzt werden. BIDS II umfasst so ein Finanzvolumen von rund 460.000 Euro für den Zeitraum Mai 2011 bis Februar 2012. Trotz kurzer Bewerbungsfristen und bereits verplanter eigener Mittel haben sich insgesamt 29 Hochschulen mit 22 Anträgen an der Ausschreibung zu BIDS II beteiligt. Die gewünschten Partnerschulen sind weltweit verteilt mit Schwerpunkten in Mittel-, Ost- und Südosteuropa sowie Lateinamerika. Gegenüber „BIDS I“ hat die Kooperation mit (Sprachdiplom-)Schulen in der VR China stark an Gewicht gewonnen.

Auswahl der Hochschulen abgeschlossen

Eine vom DAAD berufene Auswahlkommission hat 20 der 22 Anträge eine Förderung zugesprochen. Antragsteller waren fünf Fachhochschulen, vier Technische Universitäten, zwölf Universitäten und ein Universitätsverbund (TU9-Gruppe). Darunter befanden sich etwa je zur Hälfte bereits in BIDS I geförderte Hochschulen und Neuantragsteller. In BIDS II gefördert werden die Hochschule Augsburg, die Hochschule Lausitz, die Jade Hochschule, die Fachhochschule Schmalkalden; die Universitäten Bayreuth, FU Berlin, Viadrina Frankfurt/Oder, Halle-Wittenberg, Hannover, Heidelberg, Hildesheim, Konstanz, Marburg, Rostock, Ulm; die RWTH Aachen, die TU Berlin, die TU Chemnitz, die BTU Cottbus sowie mit einem separaten Projekt der Verbund TU9.

Die ersten Motivationsstipendatinnen und -stipendiaten erhalten bereits seit Mai 2011 ihre Förderung. Im Sommer und Herbst 2011 werden dann zahlreiche Schülergruppen zu Probestudienwochen anreisen.

11.05.2011
Quelle: DAAD, Ref. 333

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