Archiv 2011

Bundespräsident Wulff würdigt Sprach- und Kulturmittler in Lateinamerika

Bundespräsident Christian Wulff hatte vor seiner Lateinamerika-Reise ausdrücklich darum gebeten, die in Mexiko tätigen Vertreter der deutschen Institutionen zu treffen.

„Mexiko ist das bevölkerungsreichste Land der spanischsprachigen Welt und hat in den letzten Jahren beachtliche Erfolge in Forschung und Wirtschaft erzielt“, sagte der Bundespräsident vor 150 Gästen in der Residenz des deutschen Botschafters am 2. Mai anlässlich seines Staatsbesuchs in Mexiko-Stadt. „Es möchte sich nun selbst aus der einseitigen Abhängigkeit von den USA lösen. Deshalb sollten wir parat stehen, Mexiko näher an Europa und die Bundesrepublik heranzuführen.“

Deutsche Lehrer erwünscht

Gerade die deutschen Sprach- und Kulturmittler leisteten dabei „hervorragende Arbeit“. Ihm sei jedoch auch bewusst, dass der Standort Mexiko „gewiss nicht einfach“ sei. Für Wünsche zeigte sich der Bundespräsident offen. Die Leiter der Deutschen Schulen in Mexiko-Süd und Puebla, Jürgen Hille und Dr. Wolfgang Jakobi, nutzten die Gelegenheit gern. „Wir wünschen uns, dass die Zentralstelle für das Auslandsschulwesen auch künftig genügend qualifizierte Lehrkräfte aus Deutschland an unsere Schulen vermitteln kann“, so Jürgen Hille. Anders könne der hohe Standard der Schulen nicht gewährleistet werden.

ZfA-Mexiko-Koordinator Dieter Jaeschke berichtete vom Mangel an gut ausgebildeten Deutschlehrern im Land – obwohl das Interesse an Deutsch und Deutschland groß sei. Dennoch: „Es entscheiden sich leider zu wenige junge Menschen für eine Lehrerausbildung“.

Nachhaltiges Engagement

Während im Residenzgarten eine Mariachi-Kapelle traditionelle mexikanische Melodien spielte, traf Bundespräsident Wulff auch Vertreter der deutschen politischen Stiftungen und ehemalige Stipendiaten des DAAD. In einigen Fällen kommt das einstige deutsche Engagement unmittelbar zurück. Wie z.B. bei Verónica Cedeño, die heute als Lehrerin am Campus Xochimilco der Deutschen Schule Mexiko unterrichtet. Deutsch, was sonst.

Die Zentralstelle für das Auslandsschulwesen (ZfA) fördert in Mexiko fünf Deutsche Auslandsschulen und drei Sprachdiplomschulen. Die ZfA verstärkt die qualitätsorientierte Schulentwicklung und unterstützt die Gründung neuer Schulen mit deutschem Profil. Sie berät lokale Schulen beim Aufbau des Deutschunterrichts und bei der Einführung deutscher Schulabschlüsse nach internationalen Standards.

06.05.2011
Quelle: ZfA

PASCH-net und Social Media