Archiv 2011

Das Auslandsschulwesen benötigt auch in Zukunft qualifizierte und engagierte Lehrkräfte

An einer Deutschen Schule im Ausland zu unterrichten - für viele Lehrerinnen und Lehrer aus Deutschland ein Traum. Viele Lehrkräfte wissen jedoch nicht genau, welche Möglichkeiten ihnen der Auslandsschuldienst bietet.

Am Freitag, den 8. April, hielt Reinhard Löchelt, Fachbereichsleiter bei der Zentralstelle für das Auslandsschulwesen (ZfA) des Bundesverwaltungsamtes, einen Vortrag vor Mitgliedern des Bayerischen Philologenverbandes.

Rund 55 Mitglieder des Bayerischen Philologenverbandes versammelten sich von Freitag bis Sonntag im niederbayerischen Regen, um im Rahmen einer Klausurtagung über aktuelle Entwicklungen im Schulwesen zu diskutieren. Auch das Auslandsschulwesen stand dieses Mal auf dem Programm. Schulaufsichtsbeamte, Schulleiter, Personalratsvertreter, Funktionsstelleninhaber, Seminarleiter und Lehrkräfte aus Bayern waren vertreten. Anwesend waren außerdem Josef Kraus, Präsident des Deutschen Lehrerverbandes, sowie Max Schmidt, Vorsitzender des Bayerischen Philologenverbandes.

Das Interesse am Auslandsschuldienst war hoch. Besonders für junge Lehrkräfte bietet er die Chance für einen direkten Berufseinstieg, denn dieses Jahr werden viele nach ihrem Referendariat keine unmittelbare Anstellung in Bayern bekommen. „Hier können wir jungen pädagogischen Talenten tatsächlich helfen, denn eine Tätigkeit an einer Deutschen Auslandsschule bietet ungeahnte Entwicklungschancen“, betonte Reinhard Löchelt in seinem Vortrag. Lehrkräfte erhalten nicht nur die Möglichkeit, in ihrem angestrebten Beruf arbeiten zu können. Sie profitieren außerdem von einem international und interkulturell anspruchsvollen Arbeitsumfeld, das ihnen Erfahrungen für eine künftige Tätigkeit im Inland vermittelt.

Löchelt, der selber sechs Jahre Schulleiter der Deutschen Internationalen Schule in Johannesburg war, berichtete auch von seinen eigenen Erfahrungen im Auslandsschuldienst, stellte aktuelle Entwicklungen vor und stellte sich den Fragen der Teilnehmer. „Wie bewerbe ich mich?“, „Welche Qualifikationen werden erwartet?“, „Kann man auch direkt im Anschluss an das Referendariat an einer Auslandsschule unterrichten?“ Zahlreiche Fragen zeugten vom großen Interesse der Teilnehmer, die die Informationen nun ihrerseits weitergeben werden.

Ihren eigenen Weg ins Ausland können Interessierte auf der Homepage der ZfA starten: www.auslandsschulwesen.de/bewerbung. Die Voraussetzungen für eine erfolgreiche Vermittlung ins Ausland sind vor allem das Zweite Staatsexamen, mit der Lehrbefähigung für die Sekundarstufe II, aber auch vergleichbare anerkannte Abschlüsse, Magister mit Hauptfach DaF oder Linguistik mit Schwerpunkt DaF, ferner Lehrkräfte für die Sekundarstufe I (Haupt- und Realschulen).

Die Zentralstelle für das Auslandsschulwesen (ZfA) des Bundesverwaltungsamtes betreut 140 Deutsche Auslandsschulen und 870 Sprachdiplomschulen weltweit. Die ZfA verstärkt die qualitätsorientierte Schulentwicklung und unterstützt die Gründung neuer Schulen mit deutschem Profil. Sie berät lokale Schulen beim Aufbau des Deutschunterrichts und bei der Einführung deutscher Schulabschlüsse nach internationalen Standards.

13.04.2011
Quelle: ZfA

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