Archiv 2011

Die Deutscholympiade zeigt: Schulen mit bilingualem Unterricht in Albanien sind Spitze

Nach Abschluss der Deutscholympiade 2011 feiern die Schüler der Schulen mit bilingualem Unterricht ihre hervorragende Ergebnisse.

Nach Abschluss der Deutscholympiade 2011 feiern die Schüler der Schulen mit bilingualem Unterricht wie die „Partnerschule Sami Frasheri/ Deutsche Abteilung“ Tirana mit zwei Stipendien und die „Shkolla Austriake Peter Mahringer“ Shkodra mit einem Stipendium ihre hervorragende Ergebnisse.

Die Endrunde der Deutscholympiade fasste in einer Bestenauswahl das 1. Drittel der vorderen Plätze in den Kategorien Grundschulen, Gymnasien und Schulen mit erweitertem Deutschunterricht zusammen. Die Wettkämpfer waren in einer Vorrunde bereits durch Prüfungen in den Kompetenzbereichen Hören, Lesen sowie zusätzlich Wortschatz und Grammatik gegangen. Sie mussten sich Aufgaben je nach Kategorie auf den Niveaustufen A2, A2/B1 bis B1/B2 stellen. In der Endrunde waren Schreiben und Sprechen angesagt.

Wie in den Jahren vorher hatte eine Kommission beim Kulturreferenten der „Deutschen Botschaft“ die Aufgabe übernommen, Tests für vier Kategorien auszuarbeiten und verbrieft und versiegelt an den Wettkampftagen vorzulegen. An die 2000 Blatt Papier gingen ob eines Anflugs deutscher Gründlichkeit durch den Drucker.

Diese Deutscholympiade stand auch im Zeichen starker Veränderungen des Deutschlernens in Albanien. Einerseits zeichnen sich die bilingualen Schulen durch einen Zuwachs an Deutschstunden aus. Andererseits haben die ehemaligen Fremdsprachenmittelschulen nicht nur Stunden sondern auch den 9. Jahrgang verloren. Diese Schulform in einer Kategorie Gymnasien und Schulen mit erweitertem Deutschunterricht zusammenzufassen geht nur, wenn man einen rechnerischen Ausgleich schafft. Interessant ist daher, einmal die ehemaligen Fremdsprachenmittelschulen miteinander zu vergleichen. Hier hat ganz im Gegensatz zu den Jahren vorher die Schule „Shejnaze Juka“ Shkodra die Nase vorn. Folglich erkämpfte sie das Stipendium der besten Schulen mit erweitertem Deutschunterricht.

In der Kategorie der Gymnasien bewährte sich „Petro Nini“ Tirana und räumt zwei Stipendien ab. Mal ist es das Gymnasium „28 Nentori“ Shkoder, mal „Petro Nini“. Aber immer sind beide da und vorne dabei. Das gilt auch für die Schule „Nehemia“ Pogradec, die mit Schülern bei den Grundschulen sowie Gymnasien und Schulen mit erweitertem Deutschunterricht antrat und dort das Treppchen knapp verfehlte. Aber zählt nicht Stetigkeit viel mehr.

Die Grundschulen stellen noch nicht die drei besten Schüler des 9. Jahrgangs, sondern die besten der Grundschule überhaupt. Aber sie sind jetzt Teil des Deutschlernens in Albanien und bringen tolle Ergebnisse. Wer in Zukunft das Sagen hat, ist noch nicht entschieden. Ist es „Fan Noli, Jeronim de Rada, Avni Rustemi oder Nehemia? Diesmal war es „Fan Noli“. Zu hoffen ist indessen, dass sich der Kreis der Grundschulen erweitert.

Der Wettkampftag der Endrunde schloss mit einer Siegerehrung unter Palmen mit prallen Preisen im Park des Rogner-Hotels Tirana. Liegt es an der gedämpften Atmosphäre des Hotels und seiner klösterlichen Gartenanlage mitten in der Metropole, dass die Schüler so konzentriert und ernsthaft dabei waren? Der Schulhof jedenfalls war weit weg. Die Reden mussten sein, denn alle Veranstalter: Zuerst der ADV, das Goethe-Institut, die Zentralstelle für das Auslandsschulwesen (ZfA), die Deutsche Botschaft wollten sich einfach bedanken für das, was sie für ihren Aufwand zurückbekamen: Begeisterung und gute Leistungen. So sagte eine Prüferin: „Es hat wirklich Spaß gemacht, wir hatten richtige Diskussionen in den mündlichen Prüfungen“. Fazit: Deutscholympiade lohnt sich. Hoffen wir, dass ihre Signale auch in den Schulen ankommen.

21.03.2011
Quelle: Goethe-Institut Tirana, Wolf Diekmann

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